Jetlag
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Gesundheit: Alle meine Zipperlein oder Wartezimmer-Power-Plauscher:in am Gedankenmittwoch

Früher fand ich diese älteren Leute – du weißt schon -, die, die sich in den Wartezimmern so ausdauernd über ihre Zipperlein austauschen ätzend, fast so schlimm, wie die Menschen, denen es immer ‚zog‘.

Inzwischen bin ich selbst älter, ü60, und kenne Zug, obwohl der mich immer noch nicht wirklich stört. Ich bevorzuge das Jammern über die trockene Luft, von Klimaanlagen verursacht. Mit den Zipperlein ist das eine andere Sache, angeblich soll es ja Menschen geben, die auch in meinem Alter 100% fit, ohne jegliche Beschwerden sind und vor Kraft nur so strotzen. In Wartezimmern halte ich mich noch zurück, aber manchmal würde ich doch ganz gerne mitmachen. Ob das Spaß macht?

Jetlag, was ist … ähm … war das doch gleich?

Das letzte Mal war ich vor sieben Jahren in Nordamerika, auch danach hatte ich ein wenig Jetlag, der sich aber nur darin äußerte, dass ich nicht gut schlafen konnte. Dieses Mal war ich förmlich paralysiert, bin wie ein Zombie durch die Gegend geschlichen. Müde beschreibt diesen Zustand nicht einmal annährend. Ich hatte Montag meinen ersten Arbeitstag nach dem Urlaub und kann meiner Kollegin nur dankbar sein, dass sie so fleißig war, denn mehr als meine Mails zu sichten, habe ich nicht geschafft. Abends wollte ich dann noch an einem Weihnachtsgeschenk arbeiten. Pustekuchen! In der kleinen Pause nach meinem, ach so anstrengenden Arbeitstag, bin ich direkt vor dem Fernseher eingepennt und um 19.30 Uhr ins Bett gewankt. Heute fühle ich mich zumindest wieder wie ein Mensch. Ein eindeutiger Schritt nach vorne!

Hier ein Ziperlein, da noch eins und …

Aber auch sonst, war ich beim Arzt – außer es ging um meine Skoliose – hörte ich bis vor kurzem ausschließlich: „Alles super! Bilderbuchwerte! Weiter so!“ Gehe ich heute zum Arzt kann ich davon ausgehen, die reden länger. Das ist doch echt Mist! Würden nicht die Falten, Tränernsäcke und die Erdanziehungskraft reichen, muss es nun auch noch sowas sein?

Zucker ist gar nicht Zucker

Seit ein paar Jahren schlage ich mich mit einem genetisch bedingten Diabetes rum. Weil sie nicht ordentlich eingestellt war, bereitet sie mir Kopfzerbrechen. Nun aber war ich vor dem Urlaub zwei Wochen zur Einstellung in einer Klinik und man hat es mit Ernährungsumstellung und neuen Medikamenten, so gut hinbekommen, dass ich – obwohl nicht wirklich dick – in vier Wochen fünf Kilo abgenommen habe und ab und an unterzuckere. Und Hurra, meine Bauchspeicheldrüse produziert selbst noch Insulin, aber spaltet Eiweiß und Fett nicht mehr. Daher darf ich nun vor jedem Essen eine Pille schlucken.

Ich zähle täglich …

Von meinem Knie, dass manchmal ziept, erzähle ich nicht auch noch und mein Rücken gehört nur mir. Deibei fällt mir ein, wie Udo Jürgens mal seinen Arzt in einer Talkshow zitierte:

Wenn du in deinem Alter morgens aufwachst und dir tut gar nichts weh, dann bist du tot.

Unbekannt

Ich bin anscheinend ziemich lebendig. Demnächst habe ich noch einen Arzttermin, ich sehe schon, ich sollte langsam zur Wartezimmer-Power-Plauscherin werden, denn wie man unschwer erkennt, ich habe einiges zu sagen.

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