Kaunas Europameisterschaft im Eiskunstlaufen 2024, Reisen durch die Welt

Litauen – Kaunas, unverhofft kommt oft, EM Kaunas 2024! Part 4

Eigentlich sollte Budapest Gastgeber der Europameisterschaft sein, doch Ungarn sah sich zur Ausrichtung außerstande und so kam Litauen zum Zug.

Kaunas

Gut oder doch besser

Sowohl einiges Negatives als auch Positives habe ich über die Eiskunstlauf-EM in Kaunas (Litauen) gelesen. Im Gegensatz zu anderen, waren zu uns sämtliche Security-Leute freundlich und die Nähe zur großen Mall war für die Pausen super, wenn auch verführerisch.

Die Zalgirio Arena

Vielleicht sehe ich es so positiv, weil hier einige Wurzeln meiner Familie zu finden sind und ich mich ein bisschen in Litauen verliebt habe? Aber auch davon abgesehen, fand ich die EM sehr gelungen, gut organisiert und strukturiert. Man sitzt für eine Eishalle schon fast unfassbar bequem. Es sind tatsächlich gepolsterte Sessel, das hatte ich bisher nur einmal, und zwar bei der Synchron-WM 2013 in Boston.

Auch die Verpflegung habe ich als adäquat und günstige empfunden, die Auswahl ist nicht riesig, aber schmackhaft. Es gibt die verschiedensten Kartoffelsnacks sowie Pizza, die gängigen Getränke und wirklich sehr ordentlichen Kaffee. Der Zeitplan funktioniert richtig gut, es kam zu keinerlei Verzögerungen, die Pausen zwischen den Wettbewerben haben gerade die richtige Länge, so dass man das auch noch ins gegenüberliegende Einkaufszentrum schafft, um dort etwas zu essen, wo die Auswahl dann wirklich sehr gross ist.

Die Pausen bei den Eisbereitung sind kurzweilig und die Animation ist sehr lebhaft, zugegebenermaßen ein wenig nervig. Dabei habe ich sogar eine Goodiebag hochwertigen Produkten geschenkt bekommen.

Meine Goodiebag



Die Stimmung in der Halle ist super gut. Das Publikum ist wirklich fair und unterstützt gerade auch die Läufer, die in Straucheln kommen. Bei den eigenen Läufern ist es gerade zu enthusiastisch. Vor der Eistanzkür wutde es sehr emotional, zum einen war es der Tag der Befreiung (von den Sowjets) zum anderen hatte das litauische Paar eine gute Medaillenchance, die es auch nutzte.

Gänsehaut pur

Nicht DER Moment, aber auch toll

Als die mit ca 14.000 Zuschauern vollbesetzte Halle a’Capella die Nationalhymne anstimmte, war das Gänsehaut pur. Dabei war mit die ganze Zeit ko***zübel, weil wir nur noch Plätze auf dem 3. Rang ergattert hatten und ich unter fürchterlicher Höhenangst leide. Trotzdem habe ich vor Rührung Tränchen verdrückt.

Wettbewerbe

Paarlaufen

Leider wurde es nichts mit der sicher geglaubten Medaille für mindestens ein deutsches Paar. Beide Paare (5. und 6.) haben Fehler gemacht, daher war es okay.

Richtig aufgeregt habe ich mich als riesen Queen-Fan über die Queen-Kür der Georgier, ich wette Freddy hat sich im Grab umgedreht. Schon allein wegen der Glitzer 90iger-Gedächtniskostüme. Okay, ich gebe es zu, gut gelaufen sind sie.

Sehr gefreut habe ich mich hingegen für Lucrezia Baccari/Matteo Guarini über deren sehr verdienten Sieg. Jetzt hat Matteo zu seinem Titel im Rollkunstlauf auch einen auf dem Eis. Der dritte Platz ging ebenfalls an Italien an Rebecca Ghirladi und Filippo Ambrosini.

Herren

Nikita Starostin wurde 13. für Deutschland und hat so ziemlich gezeigt, was er kann. Ausdrucksmäßig ist er gut dabei, am 3-fach Axel und ggf. einem 4-fachen wird er verdammt hart arbeiten müssen. Gewonnen hat etwas glanzlos erwartungsgemäß Adam Shao Him Fa (Frankreich), die große Überraschung hingegen gelang gelang dem Letten Aleksandr Selenko, der mit zwei tollen Programmen Bronze holte und mit seiner großen Freude wohl alle Herzen berührte.

Damen

Kristina Isaev (Deutschland) wurde bei ihrem EM-Debüt 15. und konnte besonders in der Kür ihre Leistung abrufen. Gewonnen hat endlich (!!!) Leona Hendricks mit super Programmen, eher überraschend ging auch der 3. Platz an Belgien und zwar an Nina Pinzarone, hinter der Vorjahressiegerin aus Georgien Anastasia Gubanova. Insgesamt war der Damen-Wettbewerb ziemlich schwach und etwas langweilig.

Eistanz

Umso spannender der Eistanz wo sich Guinard/Fabri (Italien) und Fear/Gibson einen spannenden Fight lieferten, den die Italiener für sich entschieden. Überaus glücklich nicht nur die verdienten Dritten aus Litauen Reed/Ambrulevicius, sondern wie es aussah ein ganzes Land. Beide deutschen Paare  zeigten sehr gute Leistung und verloren den 2. Startplatz mit den Plätzen 11 (Janse van Rensburg/Steffan) und 25 (Liebers/Matthei) unverdient. Gerade Jenny und Benjamin zeigten die wohl beste Kür ihrer Karriere.

📌 Mehr zum süßen Kaunas folgt

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