Älter werden oder jung sterben?, Faltenfreie Seele reist durchs Leben, Körper, Mit Lady Ela unterwegs, Teneriffa - Aufbruch in ein neues Leben

All meine Zipperlein und die Sache mit der Krankenversicherung – Auswandern mit 60plus

Meiner Meinung nach habe ich Glück! Okay, meine Wirbelsäule ist reif zum verschrotten, aber das ignoriere ich meistens freundlich. Das Gute, wenn man etwas schon fast immer hat? Man(n), eher Frau gewöhnt sich und irgendwann ist es kein Ding mehr. Ansonsten bin ich bis auf ein paar Zipperlein an denen ich hänge, selten krank (3 Holzklopfer!!!).

Auch wer gesund stirbt, ist definitiv tot. – Manfred Lütz

Trotzdem muss ich regelmäßig ein paar Medikamente nehmen. Diese für 6 Monate mitzunehmen, puuh schwierig und teuer. Die teuerste Apothekenrechnung, ever (für mich). Aber was soll ich machen, das kenne ich und weiß, ich vertrage es. Schließlich will ich mir ja nicht den Anfang mit Nebenwirkungen versauen.

Brauche ich Koffer 4?

In Anbetracht einer Ärzte-Odysee 2022, bei der ich Gran Canaria wirklich gut kennengelernt habe, dachte ich: Wer suchet in der Zeit, hat in der Not (frei nach?)! Nimm mit, den Krams.

Und … wer suchet, der findet bekanntlich und so habe inzwischen mehrere Adressen von Ärzt*innen, die mich gerne betreuen würden.

Die nächste Frage, wer zahlt, wenn auf Teneriffa doch was sein sollte? Man weiß ja nie. In dieser Hinsicht habe ich Schwein.  Als Ruhestandsbeamtin mit Beihilfe und Krankenversicherung bin ich prinzipiell weltweit abgesichert. Allerdings nur, wenn die Kosten nicht höher sind als in Deutschland. Alles was mehr ist, müsste ich aus eigener Tasche zahlen. In Spanien sind die Kosten das glücklicherweise nicht.

Für alle, die nicht in dieser privelegierten Lage sind, habe ich recherchiert und Tarifoptionen ab 200€/Monat bis Open End ohne Altersbeschränkung gefunden. Auch Stiftung Warentest hat sich dem angenommen. Über Ein- bzw. Ausschlüsse habe ich mich nicht informiert, das müsst ihr wohl selber tun. Darüberhinaus gibt es, glaube ich auch eine Mindestversorgung über die deutsche Krankenkasse, aber da kenne ich nicht leider gar nicht aus. Bitte informiert euch!

Was tun bei ernsthafter Erkrankung?

SOS

Kennt ihr diese liebevollen Freunde, auch Bremsen genannt? Die, die euch ständig erzählen, wie mutig (Übersetzung: verrückt) man doch ist und wahre Schreckensszenarien aufzählen? Sollte ich direkt davon ausgehen: Teneriffa sehen und sterben? Ach nee, geht ja nicht, denn ich war ja schon so oft hier,  dann hätte ich den berühmten Löffel wohl schon abgegeben . Hmm! In meinem Leben sind die Unken gerade ziemlich präsent: „Was machst du, wenn du ernsthaft erkrankst, wenn du operiert werden muss?“ Zum einen, antworte ich: “ Das kann überall und immer passieren, egal, ob ich zwei Wochen durch Schottland reise, vier Wochen mit einem Kreuzfahrtschiff unterwegs bin oder 6 Monate auf Teneriffa lebe. Außerdem bin ich mir ziemlich sicher, auch die Canarios überleben gerne. What will be, will be … Que sera, sera!“

Würde ich allerdings in Spanien erfahren, ich benötige eine komplexe, aufwendige Behandlung, setze ich mich – so ich kann – in den nächsten Flieger nach Hause. Wäre es ein Notfall, muss ich mich in Spanien behandeln lassen und fliege zur Weiterbehandlung Richtung Heimat. Alles andere kann ich ebenso gut in Spanien behandeln lassen. Bestimmt auch die schwerwiegenden, aber da bräuchte ich a) meine Lieblingsmenschen und b) meine Muttersprache.

Mache ich mir Sorgen?

Die Kanaren sind nicht nur als die Inseln des ewigen Frühlings sondern auch die der ewigen Jugend bekannt. Daher hoffe ich einfach das beste. Wie sagt der Rheinländer: Es kütt wie es kütt!

Fortsetzung folgt

Ein Gedanke zu „All meine Zipperlein und die Sache mit der Krankenversicherung – Auswandern mit 60plus“

Kommentar verfassen