Faltenfreie Seele, Interview, Interview mit Guido, Mode & Schönheit

Wie es zu ‚faltenfreie Seele‘ kam, Teil II

Der Tag des Interviews kam näher und näher und noch immer kam keine Absage. Was war los? Stattdessen musste nicht ich nach Hamburg, sie kamen nach Berlin. So sollte es ein Heimspiel werden. So langsam grummelte es ganz schön in meinem Bauch. Ich hatte Angst, lauter Blödsinn oder – noch schlimmer – gar nichts zu reden. Es hat tatsächlich viel Kraft gekostet, nicht selbst abzusagen, mich zu drücken, ich hatte wirklich Angst vor meiner eigenen Courage. Aber ich hatte mir in diesem Frühling geschworen (eine andere Geschichte), die Dinge mitzunehmen, ich will keine Bilanz der Versäumnisse (davon gibt es eh schon viel zu viele). Ich würde es also wagen.

Draußen war es mal wieder richtig heiß, gut 30° und ich würde furchtbar schwitzen , eines meiner großen Probleme. Ich schwitze nicht wie normale Menschen unter den Armen und ich rieche zum Glück nicht. Dafür schwitze ich wie verrückt am Kopf und am Oberkörper, was heißt Sturzbäche laufen an mir runter. Was ziehe ich also an? Mein liebstes Sommerkleid und dazu hohe Wedges, mein Entschluss stand schnell, es ist geblümt und man sieht nichts. Wofür sind Pläne da? Richtig, zum in die Tonne schmeißen. Kurz vor dem Termin erfuhr ich, das ich etwas tragen soll, was auch in den Herbst passt. Na toll! Meine Herbst-/Winterklamotten sind weggepackt. Welche Möglichkeiten habe ich? Zwei Outfits sind in meinem Kopf: 1. Wide Leg-Jeans mit knallroter Bluse oder 2. Zweitliebstes Kleid mit langen Ärmeln. Der nächste Gedanke: Hilfe, ich habe keine Schuhe.

Somit war die Aktion ‚Schuhkauf‘ angesagt. Es ist gar nicht so einfach, im Juli, geschlossene Schuhe zu bekommen, die keine Sneaker sind. 5 Läden und 15 Paar Schuhe später, hatte ich coole und für mich sehr hohe Pumps. Wie sagt Guido immer, „Sie muss hochkommen“.

Zuhause angekommen wird probiert und festgestellt, Outfit 1 macht jede Proportion kaputt und Outfit 2 ist sowas von Gähn. D.h. erneute Zwiesprache mit meinem Kleiderschrank. Kurzerhand (der nächste Tag war der Tag der Tage) entschied ich mich für meinen dunkelgrünen Plisseerock und für eine blumige, leichte Strickjacke, die ursprünglich irre teuer war, ich aber wirklich günstig geschossen hatte. Natürlich passten die neuen Pumps nicht dazu, aber ich besaß noch ein paar nudefarbende flache Pumps (designt von Guido).

Der Tag kam, es war noch ein bisschen heißer, darum gönnte ich mir ein Taxi. Natürlich war ich – wie immer – viel zu früh. Ich stieg an der Straßenecke aus und suchte mir ein schattiges Plätzchen um runter zu kühlen. Mir war richtig übel und ich war fast panisch, ich war mir mal wieder peinlich (ich entspreche selten meinen Ansprüchen).

Die Röte kommt ganz gut raus, das Bild habe ich ca. 15 Minuten vor dem Termin gemacht

Todesmutig ging ich fünf Minuten vor der Zeit los, betrat so souverän wie nur möglich das hochelegante 5 Sterne-Hotel ‚Du Rome‘. In der Halle saßen ein paar Menschen, die jedoch nicht nach der Guido aussahen. Also marschierte ich zur Rezeption und fragte, wo ich die Leute von der Guido finde. Der sehr vornehme Empfangschef zog die Augenbrauen hoch und schaute irritiert. Doch dann sah ich Guido, der mit einer Maskenbildnerin durch die Halle lief. Im Gefolge erschien dann eine Frau, die wie eine Journalistin aussah. Tatsächlich war es Andrea, die persönlich genauso nett war, wie im Mailkontakt.

Von ihr erfuhr ich dann auch, dass sie nicht in dem Hotel wohnen, sondern nur ein paar Räume für ein paar Stunden gebucht hatten. Wir gingen dann in einen dieser Räume. Ich war wie frisch geduscht, meine Haare klatschen am Kopf und meine größte Sehnsucht war es, mir die Makeup Artistin ‚auszuborgen‘. Leider kam es dazu jedoch nicht mehr, denn nun kam ER, Guido der ‚Frauenflüsterer

Fortsetzung folgt …

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