2022-04__Gran Canaria, Allgemein, Barrierefrei/Rolli geeignet, Passt der Ort?, Reiseberichte, Reisen

Reisetagebuch Gran Canaria 11/28 – La Vegueta 2.0 und noch ein Date

Ganze 4 Wochen mit  Mutter, Tochter, Omi und Rolli, unterwegs auf Gran Canaria

Gestern haben wir nicht mal einen Bruchteil der Altstadt gesehen, also machen wir uns direkt wieder auf und lassen uns direkt zur Kathedrahle Santa Ana bringen, aber was soll ich sagen, gerade ist Gottesdienst, da können wir nicht stören. Stattdessen umrunden wir sie, die älteste und größte Kirche der Insel. Mit dem Bau der Kirche wurde 1497 kurz nach Eroberung der Inseln durch kastilische Truppen, begonnen. Natürlich hatten die katholischen Könige (Los Reyes Catholico) nichts besseres zu tun, als die gar nicht so armen Heiden zu bekehren. Der erste Bauabschnitt wurde 1570 fertiggestellt, dann ging es erst 200 Jahre später weiter mit dem Bau im gotischen Stil, zu dem sich später noch Elemente der Renaissance und des Barocks gesellten. Nun sind wir schlau, nur rein kommen wir noch immer nicht, jetzt ist Mittagspause.

Stattdessen setzen wir uns auf den großen Platz vor der Kathedrale und schauen uns die spielenden Kinder und die alten Leute an, die hier zu einem kleinen Schnack vorbeikommen. Anschließend lassen wir uns durch die bunten Gassen treiben, bewundern die vielen geschnitzten Balkone, das geschäftige Leben und essen heute spanisch und entschieden besser, nur meine Tochter hat Pech, in der spanischen Tortilla wurde Ziegenkäse verarbeitet, den wir alle drei von Herzen verabscheuen. Zum Glück finden wir anschließend schnell ein Cafe im dem wir unseren Café con Leche trinken und Josy einen Käsetoast isst.

In der Altstadt entdecken wir ein tolles Lederwarengeschäft, das sehr schöne, in Handarbeit gefertigte Taschen anbietet, heraus kommen wir mit zwei Lederhandtaschen aus sehr weichem Rindsleder, die Unikate sind. Wir unterhalten uns eine Weile mit dem Meister der die schönen Stücke in Handarbeit fertigt. Die Preise sind geradezu lächerlich … (42 € und 72 €)..

Nach unserem Einkauf haben wir einen weiteren Visite auf unserer Agenda. Wir besuchen den Schriftsteller Benito Perez Galdos (*10. Mai 1843 in Las Palmas) in seinem Geburtshaus, das heute ein Museum ist. Er ist einer der berühmtesten Söhne der Stadt und nach Cervantes der wohl berühmteste Schriftsteller des Landes. Er wird oft mit Balzac und Dickens verglichen, allein schon wegen des Umfangs seines literarischen Nachlasses. Er erhielt die Auszeichnung „Chronist von Spanien“. Zu seinen bekanntesten Werken gehören: „Dona Perfecta“, „Roman einer Nonne“ sowie „Fortunata y Jacinta“. Fast noch interessanter finde ich den Einblick in ein kanarisches Wohnhaus vor über 100 Jahren. Fast dahin geschmolzen bin ich bei diesen Zeilen, wo sind sie hin, die Männer, die solche Dinge sagen/schreiben und denken? *seufz*:

Ich glaube, wenn ich sterben sollte und du neben meinem Grab wandeln würdest, würde ich deine Schritte aus den Tiefen der Erde hören.

Autor: Benito Perez Galdos

Wir beschließen zu Fuß ins Hotel zu laufen und landen unterwegs noch in einem tollen Rockabilly Cafe mit super leckeren Burgern und der originellsten Toilette, auf der ich je war, in der Rockabilly Burger Bar.

Unsere Füße haben echt gelitten, trotzdem wollen wir noch in die Roof Top Bar im Hotel, aber dort sind nur 2 Kellner und ein Disjockey und somit fallen wir um 10.00 Uhr ins Bett.

Infos für Rollifahrer:innen und -schieber:innen

Auch die Casa Benito Perez Galdos ist bis auf einen Raum im 2. OG barrierefrei und hat eine Behindertentoilette. Zu den Beschwerlichkeiten mit dem Rollstuhl in der Vagueta hatte ich ja gestern schon geschrieben.

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10.00 – 18.00 Uhr, der Eintritt ist frei. Es sind nur geführte Touren möglich, die Führungen beginnen jeweils zur vollen Stunde.
http://www.casamuseoperezgaldos.com/

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