2021-07__Sylt, Barrierefrei/Rolli geeignet, Passt der Ort?, Reisen

Im Juli auf Sylt, für uns ein echtes Abenteuer – Part I

Wir wagen es und fahren mit meiner Mum (87) im Rollstuhl und mit Pflegegrad auf DIE Insel

Wir reisen schon immer viel, mal zu zweit, mal zu dritt. Doch dieses Jahr 2021 war ganz anders als alle zuvor. Zum einen natürlich wegen Madam Corona, zum anderen, weil wir meine Mum fast verloren hätten. Die besten Ärzte des Landes waren sich im April sicher, ihr bleiben nur noch Tage, bestenfalls Wochen. Doch wir haben es geschafft, meiner Mum ging es viel besser und sie hatte so eine Reiselust.

Fliegen wollten wir (noch) nicht mit Eka, wo also hin, zumal ich 10 Tage allein mit ihr sein würde. Noch dazu hatte ich die zweite Impfung erst Ende Juni, musste also noch 10 Tage täglich zum Testen.

Sylt kennen und lieben wir seit vielen Jahren bzw. Jahrzehnten. Eka war zum ersten Mal 1954 in Westerland, zu einer Zeit als es noch keine Hochhäuser am Strand gab. Da wir ja mit dem Rolli unterwegs sind, gefiel mir der Gedanke, dass die Insel ziemlich flach ist und das es eine durchgehende Verbindung zwischen Berlin und Sylt (leider) gab. Zudem fand ich problemlos einen Ferienwohnung, die auch mit Rolli passt. Noch dazu gibt es Strandkörbe auf der Promenade und dort auch behindertengerechte Toiletten. Dass wir die Insel kennen, war ein weiteres Argument.

Es geht los …

An einem Sonntag Anfang Juli machten wir uns, nach dem negativen Corona-Test aufgeregt auf den Weg. Meiner Tochter und mir war nicht klar, wie meine Mutter die Reise verkraften würde. Auch Eka selbst war sehr aufgeregt und erzählte viel von ihrem ersten Aufenthalt.

Für die Bahnfahrt hatten wir den Mobilitätsservice der DB im Voraus gebucht, alles klappte (wie fast immer) super. Mama wurde mit einer Hebebühne in den Zug gehoben, wo wir einen Rollstuhlplatz hatten. In Westerland mussten wir ein wenig warten, weil der Zug in umgekehrter Wagenreihung angekommen waren. Aber nach ein paar Schreckminuten und der kurzen Sorge in fünf Stunden wieder in Berlin einzufahren … waren die freundlich und atemlosen Helfer:innen bei uns.

Angekommen

Auf dem Bahnsteig angekommen, holten wir erst einmal ganz tief Luft, denn die ist auf Sylt einzigartig und belebt mich quasi stante pede. Viel Handgepäck hatten wir nicht und unsere Koffer waren mit dem Gepäckservice vorausgereist. Daher beschlossen wir, auf ein Taxi zu verzichten und zu laufen.

Wir liefen ca. 10 Minuten Richtung Strand und mussten dann nur noch einmal in die Andreas-Dierks-Straße abbiegen, schon standen wir vor unserer Appartementvermietung, bei der wir schon einige Male gebucht hatten und immer sehr zufrieden waren. Das Schöne ist, hier sehen die Wohnungen immer genauso aus, wie auf dem Bildern auf der Buchungsseite und die Preise sind sehr okay. Da ist es auch gar nicht so schlimm, dass die Mitarbeiter größtenteils eher nordisch spröde sind 😜.

So wie man sich bettet …

Die Aussicht

Wir hatten uns diesmal für ein Appartement in den Hochhäusern entschlossen, die zugegebenermaßen optisch nicht so toll sind, aber dafür sehr praktisch. Man wohnt ausgesprochen zentral, ein Supermarkt und mehrere Bäcker sind quasi vor der Tür. Zudem sind viele auch für Rollstühle geeignet, weil sie stufenlos erreichbar sind – wenn auch nicht barrierefrei! -.

Auch dieses Mal waren wir sehr zufrieden, wir hatten eine Wohnung mit zwei Zimmern, im Wohnzimmer gab es zwei sehr bequeme Schrankbetten und dann noch ein kleines 1-Bett-Zimmer für meiner Mutter und ein Bad mit ebenerdiger Dusche, die Einrichtung war richtig schön und es gab alles, was wir brauchten. Das beste aber war die tolle Aussicht, wir hatten in diesem Jahr Meerblick und ich habe viele Stunden auf dem Balkon verbracht und versucht mit meinem Buch voranzukommen.

Hurra! Urlaub!

Schnell packten wir aus (unsere Koffer standen schon in der Wohnung bereit für uns) und dann wollten wir als erstes kurz ans Meer, aber schnell knurrte unser Magen sehr vernehmlich und unser Lieblingscafe, Cafe Wien, wo man auch gut essen kann, rief laut und vernehmlich nach uns ….

Infos für Rollifahrer:innen und -schieber:innen

Das Wesentlich habe ich bereits im Text erwähnt, für alles weitere mache ich am Ende des Reiseberichts eine Infoseite, auch mit Adressen und Telefonnummern.

Allgemeine Informationen

Auch bei diesem Bericht, wird es eine allegemeine Indoseite mit Hinweisen und Unterkunftsbewertung geben und natürlich die nützlichen Link.

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