2021-07__Sylt, Barrierefrei/Rolli geeignet, Passt der Ort?, Reiseberichte, Reisen

Im Juli auf Sylt, für uns ein echtes Abenteuer – Part II

Wir wagen es und fahren mit meiner Mum (87) im Rollstuhl und mit Pflegegrad auf DIE Insel

Wie immer schmeckte das Essen im Café Wien sehr lecker, ich hatte mich schon länger auf den Vanillequark gefreut und abends ist das Café auch lange nicht so voll wie zum Frühstück. Natürlich gibt es abends nicht mehr die gesamte Auswahl an super leckeren Torten und Kuchen, aber da eh alles lecker ist, findet sich für jeden etwas. Auch die herzhaften Kleinig- und Großigkeiten kann ich nur empfehlen. Ganz besonders liebe ich auch die hausgemachte Limonade.

Mein Lieblingscafe, Café Wien

Nach dem Abendessen brachten wir Eka, die todmüde war ins Appartement und machten uns dann auf, den ersten Sonnenuntergang nicht zu verpassen. Wir hatten Glück und fanden einen Platz im Sunset Beach, wo wir das Naturschauspiel mit einem Getränk genießen konnten.

Zum Sonnenuntergang treffen sich viele Urlauber auf der Promenade, sitzen im bekannten Fischimbiss, auf den Bänken und in den Strandkörben auf der Promenade, die übrigens nicht verschlossen sind. Jeder darf sie benutzen und muss sie nur freigeben, wenn die Mieter hinein wollen. Hat man den Sylter Sonnenuntergang einmal genießen dürfen, weiß man, warum so viele Menschen hier sind und man will ihn immer wieder erleben

Am nächsten Morgen wachte ich voller Tatendrang auf, wer mich kennt weiß, das ist nicht immer so. Aber hey, es ist der erste Urlaubstag. Außerdem wollen wir heute Morgen (schon) wieder ins Cafe Wien, dieses Mal zum legendären Frühstück. Wir hatten beschlossen, ich mache mich als erstes fertig und gehe dann kurz ,(hahaha) gegenüber im Syltness Center zum C-Test (meine zweite Impfung war noch keine zwei Wochen her). Treffen wollten wir uns dann direkt im Wien.

Am Anfang ist der Test

Gesagt, getan, Pustekuchen … in der Schlange vor der Teststation erfahre ich, man muss sich, anders als in Berlin, vorher anmelden, zudem sind die hier gerade am Reinigen und das dauert. So sprintete ich zum Miramar, laut Smartphone die nächste Teststation, aber auch hier funktionierte es nur mit Anmeldung und der nächste freie Termin war um 13.00 Uhr. Die freundliche Rezeptionistin empfiehlt mir eine weite Schnellteststation am Bahnhof, also fix die Beine in die Hände genommen und los, schnell noch eine Whats App an Töchting, die schon eine ganze Weile mit Eka im Cafe saß.

Zum Glück ging es hier wirklich fix, nun konnte ich langsam gehen, denn das Ergebnis stand ja noch aus. Ich saß auf einer Bank und wartete. 20 Minuten später war das Ergebnis da, negativ!

Mit einer knappen Stunde Verspätung traf ich endlich auch ein, netterweise hatte das Team vom Wien uns im Außenbereich platziert, wo man die Frühstückszeiten nicht einhalten musste. Wir gönnten uns nach dem kleinen Abenteuer das ‚Cafe Wien Frühstück‘, dass wie immer ein Gedicht war.

Leider habe ich kein besseres Bild vom Wien-Frühstück und keines aus dem Außenbereich

Unser kleines Königreich

Gleich nach unserem fulminanten Frühstück schleppen wir uns vollgefuttert in Richtung Promenade, die Wochenend-Gäste sind weg also haben wir die Chance einen guten Strandkorb zu bekommen. Zu unserem Schrecken mussten wir feststellen, dass ein Teil des Strands zur Baustelle geworden war. Trotzdem hatte wir Glück, wir bekamen unseren Korb auf der Promenade in der Nähe des Behinderten WCs. Es gibt aber auch einen barrierefreien Strandabschnitt, der auch nicht weit entfernt davon ist (Höhe Badezeit), aber Eka war die Promenade lieber, zudem die Behindertentoilette näher war. Aber auch dieser Platz hatte einen klaren Nachteil, es war durch die Baustelle keine Treppe in der Nähe, aber vor dem Sunset Beach kam man durch die Poller auch ohne gut an den Strand. Ein klarer Vorteil war die Nähe zum Gosch – zumal man die Nähe nicht roch -, denn unsere Eka liebt Fischbrötchen und ich mag sie ab und an auch gerne. Meine Tochter, die Fisch verabscheut musste da durch.

Josy wollte nun dringend richtig an den Strand, während Eka und ich uns zu einem kleinen „Leuteguck-Meeting“ im Strandkorb niederließen. Wir genossen das bunte Treiben an der Promenade, bestaunten die, die wollen und nicht können, den Understateler, die Gäste, die seit vielen Jahrzehnten kommen, das alte Ehepaar, das seinen Hund im Kinderwagen spazieren fährt und einige Herrschaften mit eindeutiger Fangabsichten 😉.

Als Eka dann ein längeres Mittagsschläfchen im Strandkorb machen wollte, hatten Josy und ich Gelegenheit zu einem längeren Spaziergang unten am Wasser. Besonders voll war der Strand nicht und umso weiter man sich von der Musikmuschel entfernte, wurde es immer ruhiger. Herrlich!!! Das Wasser, das um die Knöchel spülte, hatte eine angenehme Temperatur und machte Lust auf mehr Meer. Erstaunlich wie schnell hier am Meer, bei wolkenlosem Himmel und dem weißen Strand, die tollsten Gespräche entstehen.

Zurück am Strandkorb holten wir ein leckeres Fischbrötchen für Eka und machten gingen in die Wohnung und ein bisschen Einkaufen. Später machten wir uns ein paar Nudeln und machten danach noch einen schönen Spaziergang. Selbst ich Nachteule war danach todmüde.

Infos für Rollifahrer:innen und -schieber:innen

Am Cafe/Restaurant Badezeit gibt einen barrierefreien Strandübergang, von wo aus man mittels einem Holzsteg, die erste Reihe der Strandkörbe auch mit dem Rolle erreicht (sofern die Strandkörbe richtig stehen) . Gelesen habe ich, dass es auch Strandrollis zu leihen gibt. Verifizieren kann ich das leider nicht. Einen weiterer barrierefreien Promenadenzugang gibt es am Syltnesscenter. Zwischen beiden Zugängen findet man am Biomaris eine. Behindertentoilette.

Allgemeine Informationen

Auch bei diesem Bericht, wird es eine allegemeine Indoseite mit Hinweisen und Unterkunftsbewertung geben und natürlich die nützlichen Link.

Das Cafe Wien und das Restaurant Sunset Beach verlinke ich hier nochmal (Werbung unbeauftragt und selbst bezahlt aus Überzeugung).

Fortsetzung folgt …

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