Faltenfreie Seele reist durchs Leben, Reisen durch die Welt, Teneriffa - Aufbruch in ein neues Leben

Entdecke mit mir ‚mein‘ Puerto de la Cruz ❤️

Magst du heute mit mir meine neue Heimatstadt erkunden? Wir, also Puerto und ich, sind seit 51 Jahren dicke Freunde und es wird Zeit, sie dir vorzustellen.

Liebe ist wie der Wind, man kann sie nicht sehen, aber man kann sie fühlen.
Nicholas Sparks

Alte Liebe immer jung

Blick von der Rooftopbar im Vallemar auf die Altstadt

Ein kleines Mädchen war ich, als ich das erste Mal hier stand.  Es war Liebe auf den ersten Blick. Wäre es nach mir gegangen wäre ich dort geblieben. In diesem Urlaub beschloss ich: Hier will ich irgendwann leben.

Meine Mama hatte Puerto aus zwei Gründen ausgesucht: Zum einen, weil es auch im Sommer nicht wirklich heiß wird (wurde), zum anderen, weil der Sommer auf den Kanaren Nebensaison und damit viel günstiger war.

Time goes by

Seitdem sind 51 Jahre vergangen und es hat sich viel verändert. Da wo einst nur Bananenplantagen waren, ist inzwischen der Ortsteil La Paz entstanden. Dafür erstrahlte das legendäre Grandhotel Taoro noch im alten Glanz, das die letzten 40 Jahre im Dornröschenschlaf lag. Demnächst soll es nach einer Grundsanierung bald wieder eröffnen.

Der legendäre Loro 🦜 Parque hatte ein Jahr zuvor eröffnet und das Viertel um den Playa Jardín gab es auch noch nicht. Der Papageienpark ist inzwischen ein wahrhaft riesiger Zoo/Freizeitpark. Vermutlich Puertos‘ größte Einnahmequelle.

Ein bisschen traurig macht es mich, dass viele der traditionellen Geschäfte und Lokale nicht mehr existieren, dafür ein Souvenirshop mit identischem Sortiment ‚Made in China‘ neben dem anderen eröffnet (hat).

Aber auch nach mehr als fünf Jahrzehnten ist vieles unverändert,  die wunderbare Natur mit dem unbezähmbaren Atlantik, die Bauten des genialen Architekten Cesar Manrique, der Jardín Botánico und das einzigartige Flair dieser Stadt.

Meine Lieblingsorte

Blick vom Mirador La Paz

Meine Lieblingsorte sind neben dem Mirador La Paz und der Promenade dort oben, die Ermita San Telmo, eigentlich die ganze Altstadt und der Plaza del Charco.

Einen wunderschönen Spaziergang kann man am Playa Martiánez beginnen, dort den Surfern und Drachenfliegern zusehen, dann weiter an den wunderschönen Bädern, die César Manrique entworfen hat, vorbei an der Ermita auf die Promenade von San Telmo bis zum Mirador Punta del Viento, mit dem vielleicht schönsten Blick auf den Atlantik.

Von dort kann man direkt in die Altstadt abbiegen, vorbei an der Iglesia Nuestra Señora de la Peña de Francia bis zum Herz der Stadt dem Plaza Charco. Weiter geht es zum Hafen, von dort sollte man sich einfach durch die Straßen treiben lassen, die alten kanarischen Häuser und die moderne Streetart bewundern. Ob man den Loro Parque besuchen möchte, muss jeder für sich entscheiden, beeindruckend ist er, das steht fest.

Ganz schön beschi***n

Bestimmt hast du schon von den Abwasserproblemen und dem gesperrten Hauptstrand, Playa Jardin, gehört. Ein echtes Trauerspiel, ohne Frage. Es ist wirklich ärgerlich, wie man das hat schleifen lassen. Wäre ich Tourist*in und würde gerne am Strand liegen, würde ich mir meinen Aufenthalt auch gut überlegen. Dieser Artikel beschreibt die Situation gut.

Es war einmal (2019)

Für mich persönlich ist das aber kein großes Thema. Ich mag es generell nicht besonders, im Sand zu liegen – noch weniger, wenn er schwarz ist und an allem hängen bleibt. Außerdem bin ich eine kleine Schisser*in und habe Respekt vor der Brandung. Deshalb gehe ich lieber an den Lago Martiánez. Hier gibt es sauberes Meerwasser in einer sicheren Umgebung.

Es gibt auch noch einige kleinere Strände, die geöffnet und wohl unbedenklich sind, wie die Playa Martiánez und Playa San Telmo. Also, keine Sorge, es gibt immer noch tolle Orte, um die Sonne und das Meer in Puerto de la Cruz zu genießen!

Das Beste kommt am Schluss

Alle Orte, die ich liebe, kann ich in einem Beitrag nicht nennen, doch der größte Schatz sind die Menschen. Auch wenn ich ernsthaft in mich gehe, fällt mir niemand ein, der in den vergangenen fünf Wochen richtig unfreundlich war. Erstaunlicherweise betrifft das nicht nur die Spanier, Freundlichkeit ist anscheinend ansteckend, denn auch die Deutschen, die hier leben, sind nett, positiv und zufrieden. Wenn ich daran denke, dass man in Berlin kurz vor der Verhaftung steht, wenn man jemanden einfach so anlächelt, kommt das eigene Dauergrinsen von ganz allein.

Sachlichkeiten zu Puerto mache ich separat.

Fortsetzung folgt …

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