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Spanisch lernen und (m)ein kulinarisches Highlight – Restauranttipp

Ela wandert aus mit 60plus

Wie steht es inzwischen um mein Spanisch? Würdet ihr meine Tochter oder meine Freundin Vera fragen, würden beiden unisono sagen: „Da ginge mehr!“. Selbst finde ich mich gar nicht so schlecht. Immerhin gehe ich fleißig zweimal in der Woche in den Unterricht mit lauter Leuten, die schon mindestens ein Jahr hier sind und ich komme irgendwie klar. Okay, manchmal mehr schlecht als recht, aber trotzdem. Ja, ja, ich weiß, das Sprechen fällt mir schwer, doch wie es scheint ist es inzwischen immerhin so gut, dass ich den ganzen Quatsch höre, den ich verbal so produziere.

Die Grenzen meiner Sprache sind die Grenzen meiner Welt.“ – Ludwig Wittgenstein

Mehr als einfach eine Sprachschule

Heute mache ich ganz dreist Werbung! Und zwar für meine Sprachschule, die der wunderbaren und sehr charmanten Vanessa. Der Unterricht bei ihr macht richtig Spaß und wir lernen mehr als nur die Sprache, jede Stunde erzählt sie vom Leben hier auf Teneriffa. Die Schule heißt: Spanish Course for Foreigners (ohne Website), sie liegt mitten in Puerto de la Cruz, die Telefonnummer seht ihr auf dem Foto.

Adresse: C. Virtud, 38400 Puerto de la Cruz, Santa Cruz de Tenerife

Aber ab und an traue ich mich sogar, die deutsche Blase (siehe unten) zu verlassen. Ich habe mir ein Nagelstudio gesucht, wo man ausschließlich Spanisch spricht und meine Nägel sind nicht nur super geworden, sondern auch, wie ich sie wollte. Das gleiche gilt für den Friseur, da war ich in der letzten Woche bei einem spanischen Mutter-/Tochter-Duo, die einen tollen Job machen und ebenfalls nur spanisch sprechen. Wobei, wie immer kam zu viel ab, dass habe ich aber noch nie und in keiner Sprache, anders erlebt. Trotzdem sehe ich nicht so übel aus.

Auch in Restaurants kann ich inzwischen doch mehr als einen Cafe con Leche oder einen Cortado bestellen, viel wichtiger aber, ich kann sicherstellen, dass ich nichts Zickiges (von der Ziege= Cabra) bekomme. Puuuh, es wäre doch sehr peinlich, auf den tisch zu ko***n. Wenn das mal kein großer Fortschritt ist.

Hier spricht man Deutsch – Spanisch ist optional

Aber was meine ich mit der deutschen Blase? Könnt ihr euch, wenn ihr nicht zu jung seid, erinnern, wie es war als statt Migranten noch Gastarbeiter*innen kamen. Der ‚gute Deutsche‘ beklagte damals, dass diese nicht bereit seien sich zu integrieren und unter sich blieben? So ähnlich ist das hier, ein Großteil der hier lebenden Deutschen und der Schwalben bleiben unter sich. Sie suchen sich jede Dienstleistung mit dem Etikett ‚Deutsch, egal ob Friseur, das Nagelstudio, die Fußpflege, der Sporttherapeut, der Optiker oder der Juwelier. Ja, es geht soweit, dass auch die Haushaltshilfe wenn möglich deutsch, aber auf jeden Fall deutschsprachig ist. Im besonderen Maße gilt das für Ärzte und in diesem Punkt bekenne auch ich mich schuldig.

Zur Ehrenrettung meiner Mitbürger*innen möchte ich noch einfügen, dass auch Einheimischen keine gesteigerten Anstrengungen machen, um in näheren Kontakt, abseits von kurzen Verkaufsgesprächen, zu treten. Auch wenn alle sehr freundlich sind, ist es so, als wäre da eine unsichtbare Grenzlinie. Selbst gemischte Paare sind eher selten, viele sind mir noch nicht begegnet. Es ist wohl wieder einmal die Frage nach dem Huhn und dem Ei. Außerdem ist es schon ziemlich gemütlich in der deutschen Blase. Was meint ihr, schaffe ich den Absprung?.

Nun aber zum Genuss, meinem heutigen Restauranttipp.

El Mesòn el Monasterio

Vor einigen Jahren war ich schon mal in Monasterio, einem ehemaligen Kloster umgeben von Ländereien mit verschiedenen Restaurants und Cafes. Damals fand ich die Anlage zwar wunderschön, das Essen in einem Cafe war aber sehr durchschnittlich.

Dieses Mal waren wir erst am Abend dort, daher konnte ich die wunderschöne Anlage leider nicht sehen. Aber ich musste meine Meinung revidieren, denn unser Essen, wir hatten alle das gleiche, Steaks vom heißen Stein waren nicht nur riesig sondern auch ausgezeichnet. Wir waren im Haupt-Restaurant und hatten einen Tisch auf einer schönen Terrasse. Womit ich nicht wirklich gerechnet habe bzw. frühestens in 15-20 Jahren, dass mir nochmal ein Lätzchen umgehängt wird. Beruhigt hat mich, dass ich nicht alleine war und alle Gäste das gleiche Schicksal mit mir teilten. Der Sinn wurde schnell klar, denn wir bekamen ein noch so gut wie rohes Steak serviert, dass wir uns selbst zubereiten mussten. Dazu wurden die berühmten Papas Arrugada und drei verschiedene Soßen serviert. Der Service war sehr gut und ebenso freundlich.

So wirklich erwartet hatte ich nicht, dass ich mich nochmal so freundlich über die Columbus-Gruppe äußern würde, deren Fan ich nicht wirklich bin. Viele der anderen Restaurants sind nicht gut, wie beispielsweise das Cafe den Paris oder das Rancho Grande.

Wie auch immer, für die Steaks vom heißen Stein gibt es eine klare Empfehlung 👍🏼

Heute fahre ich für drei Tage nach Santa Cruz und habe dort eine Menge da, am nächsten Sonntag werde ich schon mal berichten.

Fortsetzung folgt…

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