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Candelaria und Aloe Vera: Natur und Kultur Hand in Hand – Reisetipp Teneriffa

Manchmal überlege ich, ob es nicht zu viel Auswanderer-Content ist, zumal hier ja doch langsam so eine Art Routine entsteht. Jede Woche zweimal über meine Gefühle zum Thema Auswanderung bzw. Nicht-Auswanderung zu schreiben wird mir zuviel. Weil, ihr kennt das meistens lebt man so vor sich hin und die Woche ist rum, ehe sie begonnen hat. Daher hoffe ich, es gefällt euch, wenn ich mehr über die Insel, über lohnenswerte (mas o menos) Ausflugsziele schreibe? So machen wir das auch heute, einverstanden.

Die Natur ist die Bibel der Ungläubigen
(unbekannt)

Candelaria: Kultur und Geschichte erleben, gewürzt mit einer Prise Genuss

Mit zwei Freundinnen bin ich nach Candelaria aufgebrochen. Vera war einmal mehr so lieb und hat uns toll gefahren. Wir sind erst gegen Mittag aufgebrochen und dementsprechend knurrte unser Magen, d.h. Veras und meiner, Heike ernährt sich eher von Luft und Hula Hoop. Kurz vor Candelaria gibt es einen legendären Imbisswagen, der Parkplatz ist immervoll mit hungrigen Menschen, die geduldig Schlange stehen und auf ihr Bacadillo warten. Noch nie zuvor musste ich an einem Imbiss eine Nummer ziehen, nach dem ersten Bissen wusste ich, warum. Auswahl ist nicht, entweder mit allem oder man sagt, mit was nicht und man entscheidet sich für ‚picante‘ (scharf) oder nicht. Die Brötchen sind riesig, daher teilten wir uns eins, unser Kompromiss keine Zwiebeln und picante. Ich habe keine Ahnung was alles drauf ist, aber es war köstlich und diese Aussage heißt was, denn ich bin eine totale ‚Meckeresserin‘.

Guanchenkönige: Herrscher der Kanarischen Inseln

Wenn man auf den Platz der berühmten Basilika von Candelaria kommt, fallen frau natürlich sofort die Statuen von sehr stattlichen Burschen auf, es sind die Könige der Guanchen. Eine indigene Bevölkerung mit einer reichen Kultur und Geschichte. Die Guanchenkönige, auch Menceyes genannt, regierten über neun kleine Königreiche, die Menceyatos, auf der Insel. Diese Könige spielten eine zentrale Rolle in der Gesellschaft der Guanchen und hinterließen ein bedeutendes kulturelles Erbe. Die Guanchenkulturen existierten auf den Kanarischen Inseln über Tausende von Jahren, bevor die Spanier im 15. Jahrhundert ankamen, wie so oft war nach der Kolonialisierung Schluss mit der alten Kultur, von der man leider wenig weiß, da es keine Schrift gab. Schade eigentlich.

Ob sie wirklich so stattlich waren? So recht glaube ich es nicht, die Canarios sind eher klein und zierlich. Aber was wäre das Leben ohne Märchen?

Sieht man, dass wir ihn so übel nicht finden?

Die Basilika Candelaria: Herzstück des kanarischen Glaubens

Die Basilika von Candelaria erzählt von einem uralten Geheimnis, das seit Jahrhunderten Pilger anzieht. Es ist die Statue der Jungfrau von Candelaria. Die Legende erzählt von ihrem wundersamen Erscheinens an der Küste Teneriffas. Gefunden von einfachen Hirten im 14. Jahrhundert, wurde sie zum Symbol des Glaubens und zur Schutzpatronin der Kanarischen Inseln. Heute ist sie der bedeutendste Wallfahrtsort der Kanaren. Jedes Jahr im Februar und August verwandelt sich die Basilika in das pulsierende Herz eines Festes, das die Insel in einen Meer aus Farben und Klängen taucht. Ein Ereignis, das die tiefe Verbundenheit der Menschen mit ihrer Schutzheiligen widerspiegelt.

Wir drei waren tief beeindruckt, allein die Farben der Gemälde, das unglaublich prachtvolle Gewand der Jungfrau, aber auch die tiefe Gläubigkeit vieler Besucher sind beeindruckend. Darum wollte ich auch nicht allzuviele Fotos machen.

Die Jungfrau von Candelaria
Die Jungfrau von Candelaria

Candelaria- eine ganz normale Kleinstadt?

Nein, dass ist sie natürlich nicht, zum einen gibt es viele Läden mit Devotionalien (Glaubensandenken), zum anderen gibt es eine riesige Krippe, die eigentlich rund ums Jahr geöffnet ist. Jedoch nicht an dem Tag, als war da waren, so war uns nur ein kleiner Blick durchs Fenster vergönnt. Auch die Höhle von Achbinico, das erste Gotteshaus in dem die Statue der Jungfrau untergebrach war, hatte geschlossen.

Tatsächlich überlege ich, auch wenn es relativ weit ist, noch einmal nach Candelaria zu fahren, weil ich glaube, auch die Stadt an sich ist richtig süß mit den bunten Häusern, der hübschen Fußgängerzohne und dem schönen Küstenstreifen. Wenn man nicht alleine ist, heißt es nun mal Kompromisse finden.

Nun aber zu einem ganz anderen Thema, einem weiteren Heiligtum Teneriffas, der Aloe Vera Pflanze.

Aloe Vera: Die Wunderpflanze auf Teneriffas Farmen

Aloe Vera ist bekannt für ihre heilenden und pflegenden Eigenschaften. Auf den Farmen auf Teneriffa wird diese beeindruckende Pflanze angebaut und verarbeitet. Die Farmen bieten Besuchern wie uns die Möglichkeit, den gesamten Anbau- und Verarbeitungsprozess zu erleben – von der Ernte der dicken, fleischigen Blätter bis hin zur Extraktion des wertvollen Gels. Dieses Gel ist reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Aminosäuren, die es zu einem beliebten natürlichen Heilmittel machen. Es wird oft zur Behandlung von Hautirritationen, Verbrennungen und als feuchtigkeitsspendende Pflege verwendet.

Leider kann ich die Farm auf der wir waren nicht empfehlen, nicht nur war die Verkaufskraft extrem arrogant und unfreundlich, auch die Preise wirkten sehr hoch. Alles war viel teurer als in die Bioläden der Insel. Heike suchte Aloe Vera als Getränk. Wir alle sollten probieren. Warum schmeckt eigentlich alles, was angeblich gesund ist so scheußlich.

Ganz bewusst zeige ich euch nicht den Namen der Farm, einfach, weil ich keine Werbung machen möchte.

☀️Sachlichkeiten☀️

Hinkommen mit Öffis:
Von Puerto de la Cruz (Busbahnhof oder La Paz) mitr der Linie 103 bis zum Intercambiar Santa Cruz von dort mit den Linien 112 (Haltestelle: Candelaria) oder 122 (Haltestelle: Cardonera)
Website Candelaria

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