In meinen ersten Monaten hier in Puerto de la Cruz, war ich – nachdem meine Tochter abgereist war – auf mich gestellt. Das war, glaube ich, auch ganz gut so. Ich musste nicht nur lernen, meine eigene Gesellschaft zu genießen, sondern auch, auf andere zuzugehen und Menschen zu treffen. Ein bisschen stolz bin ich auf mich, weil ich das ganz gut geklappt hat. Inzwischen habe ich hier sowohl beginnende gute Freundschaften als auch auch nette Bekannte gefunden.
Etwas was in Deutschland (oder nur in Berlin?) verloren gegangen ist, erlebe ich hier Tag für Tag. Man trifft sich komplett unkompliziert, quatscht, trinkt gemeinsam einen Kaffee, Freunde stehen überraschend vor der Tür um den Nachmittag zu bleiben, meine Freundin Vera hat mich mitten in der Nacht vom Flughafen abgeholt und nun hat sie mir auch noch ihren Zweit-Staubsauger geliehen. Aus meiner Kindheit kann ich mich noch gut daran erinnern, dass es auch in Deutschland so war, ich weiß gar nicht, wie oft Nachbarn wegen Mehl, Zucker oder Butter vor der Tür standen oder ich als Kind losgeschickt wurde. Meine Nachbarn (endlich habe ich welche!) hier kenne ich nach drei Tagen schon besser, als irgend einen Menschen in dem Haus, in dem ich in Berlin seit neun Jahren lebe.
Lauter wunderbare Menschen
Aber es stehen Veränderungen an, mir sehr liebe Besuche nähern sich. Den Anfang machte in dieser Woche Caro, eine Partei-Freundin aus Berlin. Ihre Eltern und sie machten mit der Aida heute Station auf Teneriffa und hatten nur wegen mir (Danke!) einen Ausflug, der sie auch nach Puerto de la Cruz führte, gebucht.

Es war richtig schön, dieser tollen Familie meine neue Heimat zu zeigen, auch wenn die Zeit (zwei Stunden) ein wenig kurz war. Ich freue mich, dass meine Stadtführung anscheinend ein Erfolg war, denn Caros Familie dachte tatsächlich, dass ich das professionell mache.
Besuch aus Berlin: alte Freunde und unvergessliche Erlebnisse
Das war aber nur der Auftakt, heute erwarte ich Besuch aus Berlin – eine liebe Freundin mit ihrer Familie. Gemeinsame Aktivitäten werden uns hoffentlich, die kommenden Tage genießen lassen. Von gemütlichen Bummel bis hin zu spannenden Ausflügen in die Natur bietet Teneriffa so viel.

In den nächsten Monaten stehen noch weitere wunderbare Besuche an, die meinen Alltag mit Freude und Abwechslung bereichern werden.
Denn so toll neue Freunde sind, man sollte über sie nie die alten vergessen.
Heute ist mir das ganz besonders deutlich geworden, denn zuhause in Berlin kam ein Brief an (ja, ein echter Brief) von einer meiner ältesten Freundinnen. Wir hatten uns in den letzten Jahren etwas aus den Augen verloren. Sie ist ein wenig älter als ich, hat wenig mit den elektronischen Medien am Hut. Ich habe mich zwar gewundert, dass ich auf Mails keine Antworten bekam, es dann aber vergessen. Nun habe ich mich aber sehr gefreut von ihr zu hören.
Auf der Suche nach einem Zuhause: Mein Weg zur dauerhaften Wohnung auf Teneriffa
Mein zweites großes Projekt wird die Suche nach einer festen Bleibe und wie es aussieht, wird das ähnlich schwierig wie in Berlin. Wohnungen sind knapp und die Mieten hoch. Hinzu kommt, dass viele Vermieter nur Kurzzeit vermieten wollen. Das bringt ihnen mehr Geld, genau wie den Maklern, da es ja jedes Mal eine neue Provision gibt.
Heute hatte ich die erste Besichtigung, die Wohnung war nicht schlecht, aber auf keinen Fall besser als meine jetzige, dafür aber teurer. Sie wird es schon mal nicht.
Soll ich euch bei der Suche mitnehmen?







Soll ich euch mitnehmen?
Fortsetzung folgt …
Ein Gedanke zu „Besuchzeit bei Ela und der nächste Schritt“