Seit drei Tagen bin ich zurück auf Teneriffa, ich war selbst gespannt, ob gut drei Wochen Deutschland etwas verändert haben, abgesehen davon, dass mir meine Tochter schon fehlte, ehe ich abgereist war und die Anreise nicht gerade komfortabel war. Schnee und Kälte in Berlin, 19.25 Uhr sollte es losgehen und auch um 20.00 Uhr stand in der App noch, wir fliegen pünktlich. Hmmmm? Dann durften wir einsteigen und nun geht es los, dachte ich. Wir fuhren auch los, fuhren und fuhren, irgendwann der Gedanke: Fahren wir heute nach Teneriffa? Runde um Runde. Dann endlich eine Durchsage, wir müssen auf die Enteisung warten. Doch dann war es soweit, wir flogen los und gegen 2.00 Uhr war es endlich geschafft und meine Freundin hatte tapfer gewartet. Dann streikte in Puerto der Kofferraum, er wollte sich partout nicht öffnen lassen (auch die Policia Local scheiterte) und so verbrachte mein Gepäck eine Nacht bei Vera. Um vier lag ich endlich todmüde im Bett, aber an Schlafen war nicht zu denken.
Nun aber setzte das Teneriffa-Phänomen ein. Ich war Deutschland nach 10 Stunden.


Deutschland ein Energieräuber?
Aber woran liegt das? Der Lichtmangel ist bestimmt eine Erklärung, reicht aber nicht. Ich denke, die negative Energie in Deutschland, die trübe Stimmung, die Angst vor allem und jedem, sind daneben gute Gründe. Redet man in z.B. Berlin mit Menschen, erzählen sie zunächst, von allen Schrecken, die uns demnächst vermutlich bevorstehen, sei es nun ein Krieg, die AfD, Armut, mangelnde Sicherheit oder eine nahende Umweltkatastrophe. Irgendwas findet sich … IMMER!
Sprichst du hingegen mit Spaniern und erzählst ihnen: „Morgen geht die Welt unter“, werden sie antworten: „Dann lass uns noch schnell alle anrufen, den guten Roten kaufen und feiern, dass es uns heute gut geht.“
Heilige Drei Könige, das eigentliche spanische Weihnachten
Hier bekommen die Kids ihre Geschenke am Morgen des 6. Januar, sprich am Dreikönigstag. Am Vorabend findet in vielen Gemeinden eine riesen Party mit Festumzug, Musik und Bescherung statt. So auch in Puerto und ich machte ich mich mit Freunden nach meiner kurzen Nacht, zu einem schönen Nachmittag bei Kaffee und Kuchen in der Rooftopbar auf. Anschließend ging es zum Schauen in die Altstadt, wir hatten noch viel Zeit und irgend jemand hatte die Idee, in eine Cocktailbar zu gehen.


D.h. wir gingen natürlich nicht rein, wir saßen draußen. Was dann geschah überforderte mich komplett. Wer mich kennt weiß, ich trinke nicht gerne Alkohol und exttrem wenig. Hier hatte ich aber gedacht, zum Anstoßen auf 2025, okay und Piña Colada schmeckt mir auch. Was kam? Ungelogen ein Eimer, alle Getränke waren groß, aber gegen meins mickrig. Ich konnte das ganze nicht mal umrühren, weil a) kein Löffel und b) der Strohhalm zu kurz waren. Ja, das Getränk war extrem lecker, 1/5 habe ich geschafft, weitere 2-3/5 der sehr große Mann von Vera. Auf jeden Fall haben wir an diesem Abend viel gelacht, waren herrlich albern und am Ende kamen sogar noch die Könige.




Es geht weiter
Meine herrlichen Weihnachtsferien sind vorbei

und das heißt, ich werde hier wieder regelmäßig posten. Für die nächsten Wochen hat sich bei mir viel Besuch angekündigt, ich muss eine Wohnung finden und mich um meine NIE kümmern. Wie bisher wird Sonntag – Blogtag und manchmal darüber hinaus – wie heute – auch Mittwoch. Auf jeden Fall freue ich mich, wenn ihr mich auch durch das Jahr 2025 begleitet und wünsche euch ein überaus glückliches und mutiges neues Jahr🍀.

Fortsetzung folgt …