Einöde oder Paradies?
Wieder einmal stand eine Mutter/Tochter-Reise an und wir entschieden uns für Lanzarote, denn:
Willst du immer weiter schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah. (J.W. von Goethe)

Part 1: Costa Teguise oder Puerto del Carmen; Foundation César Manrique und das einzige Hochhaus
Jedoch, wenn ich ehrlich bin, Lanzarote, nichts zog mich hier hin. Karg, kaum grün, fad und daher langweilig. So stellte ich es mir vor. Und ja, ich hatte Recht, aber auch wieder nicht, denn die Insel hat ihre ganz eigene Magie.
Einen großen Anteil an dieser neuen Erkenntnis verdanke ich meiner Tochter, die sich auf die Suche nach dem (für uns) idealen Hotel machte. Das hat sie einfach großartig hinbekommen! Ich bin ihr so dankbar, nicht in Puerto del Carmen gelandet zu sein, ein Ort, der mir (uns) absolut nicht gefällt, außer vielleicht im Umfeld des 5*-Sterne Hotels Los Fariones, das aber einen stolzen Mindestpreis aufruft.
Warum gefällt mir Puerto del Carmen nicht? Der Ort dient ausschließlich touristischen Zwecken, ein Laden, ein Restaurant ist wie der/das andere. Bitte, das ist nur mein höchst persönlicher Eindruck! Wahrscheinlich gibt es ganz viele Menschen, die ihn super toll finden.
Der Flug nach Lanzarote, das erste Abenteuer
Das Abenteuer begann für mich jedoch schon mit dem kurzen Flug vom Flughafen Teneriffa Nord in einer recht kleinen Propellermaschine, beim Einsteigen musste man sich bücken. Ich dachte, ich hätte Angst, aber dann schlief ich vom Start bis zur Landung, die ganzen 50 Minuten.





Costa Teguise oder Puerto del Carmen
Wir waren dann Dank meiner Tochter an der Costa Teguise, die sich als idealer Ausgangspunkt für Ausflüge über die Insel Lanzarote herausstellte. Über die Orte, die mir am besten gefallen haben, werde ich im nächsten Post schreiben.
Wir hatten uns auf Grund vorheriger positiver Erfahrungen und der Nähe zur Bushaltestelle für das Radisson Blue Resort (unbeauftragte und -bezahlte Werbung) entscheiden. Durch die Mitgliedschaft im Rewardprogramm sparten wir noch ein wenig. Eine ausführliche Hotelbewertung folgt noch, nur soviel jetzt, wir wurden nicht enttäuscht.





Wir hatten Wetter …
Eine Woche verbrachten wir auf der südlichsten der Kanaren-Inseln und Langeweile kam nicht eine Sekunde auf. Dabei war Petrus nicht wirklich auf unserer Seite, die meiste Zeit war es kalt, sehr windig, einfach ungemütlich. Wir hatten beide eine (leichte) Steppjacke dabei und die haben wir ausgiebig genutzt. Einen Ausflug haben wir ohne (aber mit Strickjacke) gewagt und es bitter bereut. Dass ich nicht mit den Zähnen klapperte war alles. An der Grundtemperatur von 19-22° (Ende März) lag es nicht, es war der schneidende Wind. Wer den nicht mag sollte sich ein anderes Ziel suchen.
Der Held der Insel
Wir beide lieben Kunst und Kultur, darum machten wir uns, nachdem wir die Umgebung des Hotels erkundet haben auf zur Foundation César Manrique.












Dieser Mann war genauso widersprüchlich wie die Insel Lanzarote. Auf der einen Seite Lebemann und Frauenheld, auf der anderen Genie und Visionär.

Beides spiegelt sich in der Foundation. Dieses Haus in dem er lebte, aber vor allem feierte ist unglaublich spannend. Manrique hat es geschafft, die Natur der Insel in seine Entwürfe einzubeziehen. Er hat auch verhindert, dass Mamut-Ferienanlagen entstehen und bis heute maximal 2 Etagen hoch gebaut werden darf.
Finde ich das immer gut? Ich glaube, nicht so ganz, denn dadurch haben sich die Orte extrem weitflächig entwickelt. Man muss teilweise wirklich lange laufen und dieses riesigen Flächenorte sind auch nicht besonders ästhetisch. Aber, sein Ansatz verdient, wie ich finde, Respekt.
Tagesausklang
Der Ausflug ins einzige Hochhaus der Insel, das Gran Hotel in der Inselhauptstadt Arrecife, in das Restaurant im 17. Stock hat uns richtig gut gefallen und der Ausblick war ein Traum.

Sachlichkeiten
Anreise von den anderen Inseln mit dem Flugzeug:
Hotel
Radisson Blue Resort Lanzarote
Fortsetzung folgt …
3 Gedanken zu „Lanzarote Teil 1 – Hin- und Unterkommen, die César Manrique Foundation und Teatime in der 17. Etage“