Hamburg ist kein Ort, es ist ein Gefühl – gewebt aus Wind, Wasser und unendlich vielen Geschichten. (unbekannt)

Glück muss der Mensch haben und mir war es hold. Mir flatterte die Einladung zu einem Geburtstag ins Haus. Die Gastgeberin hatte keine Lust auf eine Party und lud stattdessen ihre Lieblingsmenschen für ein Wochenende nach Hamburg ein. Wir sahen soviel: die Alster, den Museumshafen Ovelgönne, ein wenig vom Schlagermove und das Miniaturwunderland (im nächsten Teil kommt dann noch mehr).
Unsere kleine Gesellschaft machte sich an einem Samstag im Juli auf den Weg nach Hamburg. Am frühen Nachmittag hatten wir es geschafft und hielten vor dem Grand Elysee unserem Hotel in Hamburg, übrigens dem einzigen privat geführten 5*- Hotel in der Hansestadt.
Hotel Grand Elysee
Das Hotel macht schon von außen einen tollen Eindruck und man wird nett empfangen, der Wagen wird geparkt und das Gepäck abgenommen. Leider war unsere Erfahrung mit dem Checkin keine besonders gute. Die junge Dame hatte sehr spürbar keine Lust uns einzuschecken und bezeichnete uns als „Die da, vor der Rezeption“. Obwohl es bereits fast 15.30 Uhr war, konnten wir unsere Zimmer noch nicht beziehen. Nun muss man wohl erwähnen, Stadt und Hotel waren mega voll, denn an diesem Wochenende fand der Schlagermove statt. Vielleicht war sie ja eine Aushilfe?
Leider ging es erstmal so weiter, wir hatten inzwischen Hunger und setzten uns ins hübsche Cafe in der Halle. Die Preise waren gepfeffert, eine Gulaschsuppe in einer Kaffeetasse kostete stolze 9,00€ und ein Cesars-Salat (ebenfalls sehr klein) über 13€. Der erste Salat kam etwas früher, mit auf dem Teller zwei kleine Stückchen Knoblauchbrot. wenig später kam der zweite Teller ohne Brot. Auf Nachfrage schaute die Kellnerin empört und meinte: „Essen Sie jetzt beide?“. Das war schon fast wieder komisch.









Im Anschluss lief dann zum Glück alles gut, unsere Zimmer waren sehr schön, genau wie das ganze Hotel. Vielleicht ein wenig in die Jahre gekommen, aber überaus gepflegt. Nachdem wir uns ein wenig eingerichtet und unsere Sachen ausgepackt hatten, trafen wir uns zu einer ersten Erkundung der Stadt. Dafür nahmen wir Kurs auf die St. Pauli Landungsbrücken, wo gerade der Schlagermove im vollen Gange war. Mir begegneten viele sehr fantasievolle Kostüme, die mich sehr an meine Jugend in den 70-iger/80iger-Jahren erinnerten.
#Tag 1 – St. Pauli Landungsbrücken und Museumshafen Ovelgönne
Natürlich waren wir – obwohl samt und sonders keine Schlager-Fans – neugierig auf den Schlagermove. Viel davon gesehen haben wir nicht, nur einen oder zwei Wagen. Schlagermove ist so ähnlich wie Karneval bzw. CSD. Ganz spannend fand ich die vielen verkleideten und gut gelaunten Besucher, hpts. wie ich zur Boomer-Generation gehörend. Die Stimmung war auf dem Hinweg noch super, zurück war die U-Bahnfahrt alles andere als angenehm und es war pures Glück, dass uns keiner auf die Füße geko***t hat. Nur das beherzte Eingreifen meiner Tochter konnte verhindern, dass mein Haar in Flammen aufging. Jemand hatte seine noch glühende Kippe in meine Richtung weggeworfen.






Olle Kähne in Ovelgönne
Anschließend genossen wir im legendären Alsterpavillon noch einen kleinen und sehr leckeren Snack. Von der Schlange davor sollte man sich nicht abhalten lassen, alles ist so gut organisiert, dass sie sich schnell abbaut.

Mit einer Linienfähre, der 62, die das gleiche kostet wie ein Bus, kann man von den St. Pauli Landungsbrücken nach Ovelgönne zum Museumshafen fahren. Dort hat es mir wirklich gut gefallen. Er zeigt liebevoll restaurierte historische Schiffe wie Dampfschlepper, Krabbenkutter und das älteste seegängige Feuerschiff der Welt. Direkt am Elbstrand gelegen, bietet er maritimes Flair sowie ein schwimmendes Besucherzentrum.








Dort haben wir dann auch wirklich gut und nicht überteuert gegessen. Es gab vorwiegend Hausmannskost wie Sauerfleisch mit Bratkartoffeln, Matjesfilet etc. Mit etwas Betteln bekam Josy sogar noch die gewünschte vegane Currywurst, die es eigentlich nur bis 17.00 Uhr gibt.
#Tag 2, Teil 1- Binnen- und Außenalster
Die Bootsfahrt auf der Außenalster ist eine super Möglichkeit, Hamburg mal vom Wasser aus zu erleben. Man gleitet vorbei an hochherschaftlichen Villen, grünen Parks und man sieht die Skyline der Stadt aus einer ganz neuen Perspektive. Perfekt, um kurz abzuschalten und die schöne Umgebung zu genießen!
Am nächsten Morgen, gestärkt durch ein sehr gutes und vor allem qualitativ hochwertiges Frühstück, machten wir uns auf den Weg an die Alster. Dort unternahmen wir eine Rundfahrt per Boot, die eine Stunde dauerte, aber auch 25€ kostete (Website)







Den Rest des Nachmittages verbrachten die anderen im Wellnessbereich, der sie begeisterte. Ich hingegen fing diesen Blogbeitrag an.










#Tag 2, Teil 2 – Miniaturwunderland

Ich gebe es ehrlich zu, als meine Tochter vom Wunsch, das Miniaturwunderland zu besuchen erzählte, war ich ziemlich skeptisch. Warum in Gottes nhmen, sollte ich mir die Welt im Kleinen ansehen. Hätte nicht auch meine Freundin Vera so davon geschwärmt, wäre ich wahrscheinlich nicht mitgegangen. Dabei war ich am Ende mindestens genauso begeistert wie meine Josy und ihr Freund, nämlich total. Mich haben all die kleinen und feinen Details besonders fasziniert, gerade auch an Orten, wo ich schon war, ob es die spanische Treppe in Rom ist oder der Jachthafen von Monaco war. Oft findet sich irgendwo eine Prise Humor, beispielsweise in Form eines Grafitis, das einen kleinen Sch***ßhaufen darstellt.










Das Miniatur Wunderland in Hamburg (Website) ist wirklich eine ganz eigene Welt im Kleinformat und sehr begehrt (darum vorbuchen!!!). Man staunt über detailverliebte Landschaften, riesige Modellbahnen und erlebt, wie Tag und Nacht vergehen. Man entdeckt berühmte Städte, Gebirge und sogar einen funktionierenden Flughafen – alles unglaublich realistisch nachgebaut. Ich glaube, das hätte sogar meiner Mama in ihren späten Jahren gefallen.
📌Teil 2 folgt …+
Sachlichkeiten
ÖPNV Hamburg
Alle relevanten Infos findest du hier, aber man kommt hervorragend mit dem Routenplaner von Google zurecht
Hotel: Grand Elysee
Tipp: Bucht über die Website, da gibt es gerade jetzt im Sommer gute Angebote (Website). Es ist ein schönes, sehr gepflegtes Hotel, von dem aus man alle Sehenswürdigkeiten der Stadt einfach und schnell mit dem ÖPNV erreicht, da es nur wenige Schritte vom Bahnhof Dammtor entfernt liegt. me3hr zum Hotel oben im Text.
Schlagermove Hamburg
Alle Infos findest du hier
Museumshafen Ovelgönne
Den Museumshafen erreicht mn mit der Fähre Linie 62 ab St. Pauli Landungsbrücken in ca. 20 Minuten. Alle Infos findest du hier
Rundfahrt Außenalster
Die Rundfahrten starten ab Jungfernstieg und sind für eine Stunde ab 25€ zu haben. Informationen gibt es hier
Miniaturwunderland
Das Miniaturwunderland findest du in der Speicherstadt, es ist täglich von 8.-24.00 Uhr und teilweise früher bzw. länger geöffnet und das an 365 Tagen (!!!) im Jahr. geöffnet. Die Tickets für Erwachsene kosten regulär 20€, über Ermäßigungen informiert euch bitte auf der Website. Tipp: Unbedingt vorbuchen!!!!!!
2 Gedanken zu „Moin Hamburg – Summer in the City, Teil 1“