Im zweiten Teil erzähle ich von Geburtstagsfreuden, einer Runde mit dem Hop-on Hop-off einem Besuch des Balletts, vom pikfeinen Blankenese sowie dem Musical König der Löwen. Teil 1 findest du den hier.
Happy Birthday🎂🎉

Da war er nun, der Geburtstag wegen dem wir hier waren. Das Geburtstagskind hatte entschieden, die Geschenke werden beim Frühstück überreicht, Selber schuld, kann ich da nun sagen. Vermutlich ahnst du es schon, Geburtstag hatte meine Tochter und diese ist eigentlich ein Mensch, die nicht viel von Öffentlichkeit hält. Aber da sie es zum einen nicht anders wollte und mir zum anderen seit Jahren vorheult, sie bekäme nie Ballons. Dieses Jahr hatte ich die passenden gefunden und so trat ich fröhlich, versehen mit einer großen Einkaufstasche voller Geschenke und meinen zwei dicken Ballons den Weg zum Frühstücksraum an. Sie und ihr Schatz waren noch nicht da, aber wir Mütter schon.
Als unser Traumpaar dann auftauche ließ es sich die Belegschaft natürlich nicht nehmen auch zu gratulieren. Der Tisch war hübsch mit einer Kerze und Blumen geschmückt und später fand sie im Zimmer noch eine Flasche Champus mit handgeschriebener Geburtstagskarte vor. Nachdem alle Geschenke überreicht (heißt das am Geburtstag eigentlich auch Bescherung ❓) waren, wir gesättigt, mussten wir leider auch schon Abschied von ihrem Schatz, der arbeiten musste und seiner Mama nehmen. Wir zogen kurz in ein anderes gemeinsames Zimmer um und machten uns auf, etwas mehr von Hamburg zu sehen.
Mit dem Hop on Hop off durch Hamburg
Da wir beide Hamburg kaum kannten, fanden wir es ein gute Idee, uns einfach in den Hop-on Hop-off zu setzen, um die Stadt ein bisschen besser kennenzulernen. Unser Hotel hat einen eigenen Stopp und die Tickets gab es bei der Concierge. Das Ticket für den Kalendertag kostet pro Person 21€. Die Linie A hat 20 Haltestellen im Stadtgebiet, die im Schnitt alle 30 Minuten angefahren werden. Weitere Linien habe ich nicht gefunden!?

Das Wetter war etwas durchwachsen, trotzdem konnten wir den ersten Teil der Fahrt auf dem Oberdeck ‚oben ohne‘ genießen. Die Ansagen machte der Fahrer und ich fand es wirklich schön, nicht von einer Maschine berieselt zu werden. Die Strecke war interessant und informativ, natürlich ging es zum Jungfernstiegt, zur Außenalster, aber auch Hafen und Reeperbahn liegen auf der Strecke.












Wir stiegen an der Elbphilharmonie aus, die ich tatsächlich noch nicht kannte. Mir gefällt sie sehr, eine architektonische Meisterleistung. Wenn man mit der sehr langen Rolltreppe hinauf auf die Terrasse fährt hat man einen herrlichem Ausblick.
Wieder am Bus mussten wir uns auch schon sputen, denn wir hatten heute Abend noch was vor. Es waren auch nicht viele Haltestellen bis zu unserem Hotel, leider war das Wetter zwischenzeitlich nicht mehr so einladend. Im Hotel zogen wir uns nur schnell um und machten uns auf zur Hamburger Staatsoper. gegessen haben wir sehr lecker bei einem Vietnamesen in der Nähe der Oper.
Ballettkrimi um Intendant Volpi
Wir waren sehr gespannt, was uns erwarten würde, hatten wir doch Karten für eine Vorstellung der Ballettschule einschließlich der Theaterklassen. Spannend wurde das ganze durch dir kurz zuvor erfolgte Trennung vom neuen Intendanten Demis Volpi. Zur Zeit ist die Staatsoper sozusagen herrenlos. Überall war ein Raunen und Rauschen ob des verbundenen Skandals zu hören. Das gab den Besuch – sozusagen – eine Extrawürze. Aber tatsächlich konnten auch die Schüler*innen der Ballettscchule von ganz klein bis ganz groß überzeugen. Um Talente und bemerkenswert viele tanzende junge Männer muss sich Hamburg wohl nicht sorgen.

Im zweiten Teil der Vorstellung war der Karneval der Tiere zu sehen, in einer Inszenierung von Demis Volpi. Sie war für meinen Geschmack atemberaubend gut, frisch, leicht und sehr berührend. Da fragt man sich schon: Hat Hamburg das richtige gemacht? Volpi ist nicht Neumeier, das strebt er wohl auch gar nicht an. Als Menschen kann ich ihn nicht beurteilen und auch nicht, ob sein Verhalten toxisch ist, aber in jedem Fall ist er ein Meister seines Fachs. Wir jedenfalls gingen regelrecht beseelt zurück ins Hotel.

Blankenese, nun wird es vornehm
Was Bogenhausen für München, ist Blankenese für Hamburg. Hier wohnen die feinen Leute in wunderschönen alten und neuen Villen am Hang über der Elbe. Unser Ziel war speziell das Treppenviertel. Nach unserem ausführlichen Frühstück und Josys Wunsch noch vor unserem abendlichen Ziel in die Sauna zu wollen, war unsere Zeit leicht begrenzt.
Das Treppenviertel in Blankenese

Angekommen sind wir am S-Bahnhof Blankenese, der einem das Gefühl vermittelt in einer Kleinstadt oder eher noch in einem idyllischen Kurort mit vielen süßen kleine Läden, Cafes und Restaurants gelandet zu sein. Nach nur wenigen Schritten ist man auch schon im Treppenviertel. Man läuft nicht einfach durch ein Stadtviertel, sondern durch ein Stück Geschichte. Die kleinen Wege und rund 5000 Stufen führen dich vorbei an alten Fischerhäusern, versteckten Gärten und immer wieder zu Aussichtspunkten mit Blick auf die Elbe.
Du bist mitten in Hamburg und doch fühlt es sich ganz anders an – ruhig, verwinkelt, fast wie ein Dorf, ein Kurbad am Hang. Wenn du oben auf dem Süllberg stehst, siehst du Containerschiffe, den Leuchtturm und manchmal sogar das Wrack der „Uwe“ im Wasser. Und falls du keine Lust auf Treppen hast: Die „Bergziege“ Linie 488, ein kleiner Bus, bringt dich auch bequem durch das Viertel. Diese Bergziege haben wir – nicht dumm – lieber wieder aufwärts vom Elbstrand (wirklich!) hinauf benutzt. Auch an diesem kleinen Bus merkt man, hier wohnen n erster Linie Frau und Herr Wichtig, dieser ja nicht sehr frequentierte Bus ist nicht nur im allerbesten. modernsten Zustand, nein, er fährt bis nach Mitternacht und die meiste Zeit im 10 Minuten-Takt.














Erst Wellness, dann tierisches Vergnügen mit dem König der Löwen
Selbst bin ich keine große Wellness und SPA-Anhängerin, dafür habe ich zu viele Hummeln im Allerwertesten. Meine Tochter und die anderen waren aber durchaus angetan vom Wellnessbereich des Grand Elysee. So wollte Josy ihn nochal genießen.
Schon um 18.30 Uhr begann unser Musical, so dass der Löwe gegen 17.00 Uhr bereits laut brüllte. Gegessen hatten wir in einer sehr netten Pizzeria in Blankenese.
Wieder waren unser erstes Ziel die St. Pauli Landungsbrücken, dort legte die Shuttle-Fähre zum Musicaltheater ab. Ehrlich gesagt war ich total skeptisch und dachte a) Kinderkram und B) Stage. In Berlin hatte ich schon einige Stage-Musicals gesehen und war fast immer nicht sehr begeistert.
Einfach großartig
Das war beim König der Löwen ganz anders, es war eine großartige Inszenierung mit tollen Darstellern und Stimmen, die auch tänzerisch richtig gut waren. Noch dazu war alles perfekt organisiert und – nicht lachen, Mädels, ihr wisst, wie wichtig das ist – diese Toilettenlösung war einfach genial, egal wer, wo saß, alle schafften trotz langer Schlange diesen wichtigen Gang. Da ich sehr kurzfristig gebucht hatte, gab es nur noch Tickets der letzten und vorletzten Preiskategorie. Ich hatte versucht, die besten für uns auszusuchen und wir hatten einen wunderbaren Blick, es hätte kaum besser sein können. Auch die Rückfahrt mit der Fähre ging wieder sehr flott und ich nahm einen Ohrwurm mit und schmetterte meinem armen Kind den ganzen Abend, schön falsch, „Hakuna Matata“ ins Ohr.










Ob du gerade durch Hamburgs Treppenviertel läufst oder irgendwo anders unterwegs bist – Reisen verändert die Perspektive. Manchmal begegnet man auch der eigenen Geschichte neu. Wie Rafiki sagt: „
Die Vergangenheit kann weh tun. Aber man kann entweder davonlaufen – oder daraus lernen.“
Vielleicht geht’s beim Unterwegssein genau darum: nicht nur Neues entdecken, sondern auch Altes besser verstehen. Schön, dass du mit auf Tour bist.
Ausklingen ließen wir diesen wunderschönen Tag dann mit einem Cocktail an der Bar.

Letzter Tag und Tschüss Hamburg
Am Mittwoch unserem letzten Tag in Hamburg genossen wir unser Frühstück noch einmal sehr, fuhren danach an den Jungfernstieg und sahen uns das Alsterhaus von innen an. Es erinnert sehr ans KaDeWe.

Am frühen Nachmittag sollte mein Zug nach Sylt und der meiner Tochter nach Frankfurt gehen. Ich hatte mir das alles prima ausgedacht, da ich früher fahren würde, hätte sie mir mit dem Koffer helfen können. Pustekuchen! Josy dampfte pünktlich ab und ich saß stundenlang am Bahnhof, 2,5 Stunde Verspätung – angeblich wegen einen zusätzlichen (sehr langen) Zustiegs-Halt?. Zum Glück fand sich ein netter Mann. der mir mit dem Koffer half. Die ICs nach Sylt sind sehr hoch und der Abstand zum Bahnsteig ist groß.

📌Fortsetzung Sylt in der Hauptsaison folgt
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