Endlich, nach vielen Monaten war es soweit, ich durfte zurück in meine neue Heimat.
Da es sehr förderlich für die Gesundheit sein soll, habe ich beschlossen, glücklich zu sein. (Voltaire)

Obwohl ich nun so lange wartete, entschloss ich mich, nicht direkt nach Teneriffa Süd zu fliegen, zum einen, weil sich die Flugzeit immer so zieht, zum anderen muss man immer noch so lange bis Puerto fahren. Stattdessen, erschien mir ein Stopover in Alicante eine gute Idee. Warum ausgerechnet Alicante? Der Ort stand, alich ich mich 2023 entschloss, Deutschland mehr oder minder den Rücken zu kehren, ziemlich weit oben auf der Liste. In erster Linie, weil man dort so gut mit öffentlichem Verkehrsmitteln zurecht kommt. In Alicante gibt es verschiedene Tramlinien (L1-L9), die aber nicht nur die einzelnen Stadtteile verbinden, sondern einen großen Teil der Küstenlinie der Costa Blanca. Offiziell heißen sie TRAM Metropolitano de Alicante, sie verbinde insgesamt die folgenden Orte: das

- Alicante
- San Joan
- El Campello
- Villajoyosa
- Benidorm
- Altea
- Calpe
- Benissa
- Teulada
- Gata
- Denia
Das finde ich mega und wollte es unbedingt einmal ausprobieren. Nach den vielen Monaten in Good Old Germany kam es nur auch nicht auf zwei weitere Tage an, zumal von Alicante direkt zum Flughafen Teneriffa-Nord fliegen konnte. Eine liebe Freundin würde mich dort abholen.
Sportlich, sportlich
Aber zweifellos würde diese Reise ein sportliches Vorhaben werden. Um 9 Uhr saß ich noch beim Zahnarzt zum Kontrolltermin für eine Zahn-OP und um 16.00 würde mein Ryan Air-Flieger starten. Hast du auch gehört, dass die Fluggesellschaft Berlin verlässt? Ich finde das dermaßen sch***!
Keine Ahnung, wie ich das gemacht habe, aber ich war rechtzeitig am Flughafen, der Flieger startete pünktlich und kurzen nach 19.00 Uhr war ich in Alicante. Vom Flughafen bestellt ich mir ein Uber, dass mich für 22€ in mein Hotel brachte. Wie schon in Flensburg entschied ich mich für ein kleines schlichtes Stadthotel ohne jeglichen Schnickschnack. Mir war klar, ich würde da nur schlafen. Mein Wahl fiel auf das 3***-Hotel La City Estacion gegenüber dem Bahnhof und ganz nah dem zentralen Startpunkt der TRAM ˋLuceresˋ



Auch hier hatte ich eine gute Wahl beim Hotel getroffen, sehr saubere und ordentliche Zimmer mit allem ausgestattet, was man braucht. In der kleinen Lobby gab es ganztägig kostenlos Cafe, Tee und Wasser. Das Frühstück war für spanische Verhältnisse echt gut und inkludiert. Bezahlt habe ich für 2 Nächte inkl. Frühstück 202€. Mein Gepäck konnte ich am Abreisetag dortlassen.
Am Abend meiner Ankunft war ich so platt, dass nichts mehr ging. Um die Ecke vom Hotel war ein großer Mercadonna. Dort holte ich mir Wasser, Käse, Weintrauben und ein kleines Baguette. Gegen 22 Uhr lag ich bereits in Morpheus Armen und schlief ganz wunderbar.







Nicht jeder, der nach Indien fährt entdeckt Amerika …


… okay ich auch nicht, aber immerhin schaffte ich es in die falsche TRAM einzusteigen und dabei ein wunderschönes Castillo zu entdecken. Das ist doch mal was, oder? Aber der Reihe nach, ich stieg vermeintlich in die Linie 1, meine erster Halt sollte El Campello, mein zweiter Villajoyosa und der letzte Benidorm werden. Das hätte bestimmt auch ganz wunderbar geklappt, wenn die Anzeigetafel in Luceros korrekt gewesen wäre (Oder war sie es?). So fand ich mich aber stattdessen in San Vicente wieder, wo sich die Uni befindet. Da wollte ich definitiv nicht. Eine sehr nette Spanierin erklärte mir dann, ich müsse zurück zur Haltestelle Marq-Castillo, dort könne ich in die Linie 1 (ich war in der 2) umsteigen. Glücklicherweise fuhr der gleiche Zug 10 Minuten später zurück. Trotzdem musste ich direkt mein Vorhaben El Campello streichen, denn Irrtum kostete mich eine Stunde. Hätte ich geahnt, dass dieses Versehen zu einem so großartigen Erlebnis führen würde, hätte ich mich sicher nicht geärgert.
Bei meiner weiteren Recherche stellte ich fest, es war inzwischen Mittagszeit, daher würde der nächste Zug der Linie 1 erst eine Stunde kommen. Was also tun? Copilot war der Ansicht, der Aufstieg zum Castillo wäre in gemütlichen 20 Minuten zu schaffen, ich könnte mich dort umsehen und pünktlich wieder am Bahnhof sein. Glaubt keiner KI! Erstens bin ich schon ganz schön reif und zweitens keine Hochleistungssportlerin. Der Berg ist zwar nicht hoch, aber verdammt steil und weitläufig.
Atemberaubende Aussicht vom Castillo Santa Barbara

Vom ersten Tor hing es weiter bergan, wie weit, weiß ich nicht, aber es war noch ganz schön weit und fast überall gab es gigantische Ausblicke auf Meer und Küste, einer schöner als der andere.
















Noch dazu hat das Castillo eine interessante Geschichte. Es kostet übrigens keinen Eintritt, es gibt einen gut bestückten Souvenirshop und einen Imbisswagen, Tische und Stühle in einem der Burghöfe. Über allem trohnt auch noch eine Cafeteria, die ich aber nicht geschafft habe. Meinen Aufenthalt hatte ich schon um 1,5 Stunden erweitert, aber wolle ich wenigstens noch ein Ziel schaffen, musste ich, wie meine Freundin Brigitte sagen würde, nun ˋflinke Füßeˋ machen.
Neugierig wie ich nun mal bin, wollte ich unbedingt noch in eines der Gebäude sehen, ich folgte einer Galerie, erst noch ganz traditionell, wurde sie dann immer moderner und plötzlich stand ich in der Schlange zum Fahrstuhl, der einen kostenlos wieder runter zum Strand Postiguet bringt.








Natürlich fuhr auch die nächste geplante Bahn ohne mich, weil meine Route bis zum Bahnhof vielleicht, eventuell nicht die beste war. Aber irgendwann saß ich dann doch in der Linie 1, die mich nun nach Villajoyosa bringen sollte. Copilot hatte vorgeschlagen in La Crueta auszusteigen. Übrigens auch wieder ein Vorschlag für die Tonne und ganz schön weit ab, aber mein erster Park mit Rolltreppe Steigt unbedingt in Villajoyosa aus!
Dann müsst ihr nicht, wie ich, über steile Straßen und Treppen die Strandpromenade mit den berühmten bunten Häusern, finden.
Villajoyosa, der bunte Ort am langen Strand

Das war bei mir immer DER Ort, den ich im Kopf hatte, wenn ich übers Auswandern an die Costa Blanca nachdachte. Der Ort selbst ist ganz nett, eine typisches spanische Kleinstadt, allerdings – was ich merkwürdig fand – fast ganz ohne Geschäfte.
Cool fand ich den Park, der nach unten an den Strand führt, mein erster Park mit Rolltreppen. Der Moment, wenn man unten angekommen ist schon besonders. Es ist ein sehr langer, Strand mit butterweichem weißen Sand, klischeehaft mit verstreuten Palmeninseln. Das alles an einer schier endlosen Promenade. Diese gesäumt von den berühmten bunten Häusern.










Wenn ich ganz ehrlich bin, hatte ich trotzdem nicht wirklich einen Blick für soviel Schönheit. Mein Magen knurrte wie verrückt, ich hatte seit den Frühstück nichts zu essen. Das Restaurant, dass eigentlich mein Ziel war, sollte bis 20.00 Uhr geöffnet haben, war aber bereits dicht.






Mir reichte es und ich ging echt ins erstbeste, welches? Keine Ahnung. Glück hatte ich, die Pizza war richtig lecker.


Irgendwann zwischen 22.00 und Mitternacht war ich echt dankbar im. Bett zu lief?
Tag 2 – Die Straßen von Alicante

Gegen 18.00 Uhr musste ich am Flughafen sein, bis dahin wollte ich einfach meiner Nase folgen. Zuerst zog es mich in Richtung Shopping. Eigentlich war es super einfach, glaubt mir, ich bin die Queen des Verlaufens,wenn ich etwas auf Anhieb finde, ist es einfach. Von den Einkaufsstrassen gelangte ich an den Hafen, wo gleich drei große Kreuzfahrtschiffe lagen. Bevor man zum Terminal kommt, ist da ein sehr süßer kleiner Markt, hpts. mit Kunsthandwerk .













Von dort startete ich dann in die wunderschöne Altstadt, aß dort hervorragend (Juhu, kein Fehler der KI).









Zum Glück ging an diesem Tag nichts schief, ich saß pünktlich im Flieger und war mega happy, als meine Freundin mich erwartete und ich die vielen News der letzten 7 Monate erzählt bekam. Sie und ihr Mann sind solche Goldschätze. Für mich wurde eingekauft, ich wurde abgeholt und ihr Mann hat einen ganz wunderbaren Blumentopf für mich zusammengestellt. Was ein Glück, wenn man gleich an mehreren Orten solche Freunde hat.




📌Nächste Woche erwarten euch – 🎉 – dann endlich wieder Teneriffa News.
2 Gedanken zu „Stopover in Alicante“