November auf Sylt, Reisen durch die Welt, Reisen mit der Bahn

Sylt Low Budget im November, Part 3

Der Lieblingsspruch meines Physiklehrers  war: „Die Tücke des Objekts liegt in der Dummheit des Subjekts.“

Denk mal drüber nach. Richtig!

Mein Portemonnaie lag genau unter der Schublade, wo es hingehört. Nur war es nach ganz hinten, unter das Sofa gerutscht. Tja, wann habe ich es festgestellt? Nachdem ich schon beim Edeka gefragt hatte und auf dem Weg  zum Fundbüro war, machte es in meinem Kopf Klick und ich dachte: Such systematisch. Es war, als klänge die Stimme meiner Tochter aus dem Off.

Yeah!
🎉 Alles da!

Mit dem Fund fiel jegliche Anspannung sofort von mir ab und der Urlaub konnte so richtig beginnen. Was habe ich seitdem gemacht? Soll ich ehrlich sein? Nicht viel!

Nichts und ganz viel davon

In erster Linie bin ich am Strand nach rechts gegangen, dann nach links, immer abwechselnd. Ich habe die Nordsee genossen, die tolle Luft, das sonnige Wetter. Endlich konnte ich nach all den heftigen Monaten wieder richtig frei atmen. Das ist doch schon eine ganze Menge und macht mich glücklich.

Aber so ganz war es das natürlich doch nicht. Ich habe zum Beispiel auch meine Bekannte aus dem Zug wieder getroffen und wir haben uns auch bei unserem Treffen im Café Wien ganz hervorragend verstanden, genauso wie im Café de Paris. Wir haben uns komplett verquatscht, was eher nicht an der bitterkalten Lokalität lag. Stattdessen haben wir dann noch ewig auf einer Bank in der Sonne gesessen, Gott, die Welt, die Midterms, Reiseziele u. s w. bearbeitet, bis der Hunger uns auseinander trieb.

Ganz ehrlich, Low Budget ist hier wirklich eine Herausforderung (für mich). Ich kehre einfach gerne ein. Außerdem, Einkaufen ist wirklich teuer. Aber die Preise in Cafés bzw. Restaurants sind teilweise fast lachhaft. Wie kann eine große Portion Eintopf im gleichen Restaurant das gleiche kosten eie 1 (!!!) Flasche Sprudelwasser?

Kleine Gastro-Kritik a la Ela

Mit KI generiert und total unrealistisch 😂

Drei Lokale habe ich bisher besucht und ich werde euch jetzt erzählen, wie es mir gefallen bzw. geschmeckt hat:

  • Cafe Wien: Das Café kenne ich schon seit vielen Jahren und komme eigentlich immer wieder gerne. Was mich dieses Mal wirklich schockiert hat, war der Preis für einen Tee. Tatsächlich kostet dieser sage und schreibe 7,50 €, das gleiche gilt für Kaffee, Cappuccino etc.. Natürlich wird so ein ganz stinknormaler Assam-Tee in der Speisekarte ganz wunderbar blumig und fancy beschrieben, aber am Ende ist es doch nur ein Tee. Klar, es ist ein Kännchen, aber was bedeutet das? Was braucht man dafür?  Einen guten Teelöffel Tee, wenn er lose ist bzw.  einen Teebeutel und Wasser. Selbst wenn es ein wirklich ganz besonders edler Tee ist, sind die Selbstkosten dafür vielleicht 1,20 €, wenn man noch Kandis und Milch hinzurechnet. Diese Gewinnmarge ist schon erstaunlich. Aber der Tee war lecker und ich hatte noch einen Eintopf, der auch ganz okay war, mich aber nicht so ganz überzeugt hat. Dafür war der Kellner wirklich super nett und der Service ganz toll. Leider konnte man das am nächsten Tag, als ich mit meiner Bekannten dort Tee getrunken habe, von der Kellnerin nicht sagen. Sie wurde ziemlich pampig, weil wir in Deutschland, auf Sylt, mit Karte gezahlt haben.
  • Restaurant Seenot: Dann konnte ich trotz aller Low Budget-Pläne nicht widerstehen. Ich kam an der Seenot vorbei, meinem Lieblingslokal auf Sylt. Auch dieses Mal wurde ich dort nicht enttäuscht. Ich entschied mich für einen sehr leckeren Eintopf und anschließend für einen noch leckeres Dessert, das tatsächlich ziemlich teuer, aber auch jeden einzelnen Cent wert, war. Leicht entsetzt hat mich hier der Preis für eine Flasche Wasser ,(s.o.). Es gab nur die Auswahl zwischen 0,2 und 0,75 Litern. 0,2 lohnt nicht, also entschied ich mich für 0,75 Liter. Dieses kostete sage und schreibe 9 Euro.  Dafür war die Bedienung wirklich zauberhaft und ich hatte gar nichts auszusetzen.
  • Restaurant Badezeit:Am Mittwoch war es ein wenig besser um meine Selbstbeherrschung bestellt, aber natürlich musste ich die Badezeit testen, denn dort war ich seit der Neueröffnung nicht mehr. Ich entschied mich für ein sehr leckeres Stück Pflaumenkuchen vom Blech mit Sahne und dazu einen Cappuccino. Für beides zusammen habe ich inklusive Trinkgeld und sehr, sehr freundlicher Bedienung 12 Euro bezahlt. Das fand ich komplett angemessen.

Aqua-Hüpfniss für Ela

Noch nicht erzählt habe ich von meinem Sportprogramm . Da ich mich ganz gut kenne und auch weiß, ich drücke mich ganz gern, dachte ich, ich gehe zu einem Kurs und habe mich für Aquafitness entschieden. Das wird hier vom Syltness Center angeboten. Insgesamt gibt es ein wirklich umfangreiches Sportprogramm. Unter diesem Link findet ihr das aktuelle Programm. Bedingt durch meinen Rücken ist es für mich immer ein bisschen schwierig, an Standard-Sportkursen teilzunehmen, aber wenn es im Wasser ist, nicht. Und so gehe ich halt zur Aquafitness. Diese wird vier- oder fünfmal pro Woche angeboten und kostet jeweils inklusive Eintritt in das Bad 12 Euro bzw. mit einer Sechserkarte 66 Euro. Aber es war echt anstrengend, am nächsten Tag hatte ich den Muskelkater der Hölle. Wir sind 30 Minuten ohne Pause gehüpft und gesprungen. Aber es hat auch Spass gemacht.

Fotos von diesem Ereignis gibt es nicht, aber Co-Pilot (KI) war so freundlich.

Übrigens hat das wenig mit meiner optischen Realität zu tun 😉

Es ist wirklich erstaunlich, in welcher Geschwindigkeit die Tage hier vorüberziehen. Man macht eigentlich nichts und ehe man sich umdreht, ist der Tag zu Ende. Wo ist der geblieben?

Heute gibt es für euch ganz viele Fotos vom Sonnenuntergang.

📌 Fortsetzung folgt

2 Gedanken zu „Sylt Low Budget im November, Part 3“

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