Barrierefrei/Rolli geeignet: Hotels, Verkehrsmittel,Theater, Kinos, Cafés, ...?, New York City (ohne Rolli) 11+12/2022, Reisebericht New York, Reisen & Berlin, Reisen ohne Rolli

New York ein (Vor-)Weihnachtstraum❗️❓️- Part II:
Auf der Brocklyn-Bridge in Richtung Manhatten und Stoff zum Nachdenken am 9/11

Reisebericht aus einer Stadt zwischen Superlativen und Mülltonnen

Wer entdeckt Josy ❓

Aufwachen in meiner Traumstadt am 30. November 2022, die ziemlich impossant ist. Dank des Jetlags sind wir sehr früh . Bis zum Frühstück müssen wir uns noch gedulden. Daher quatschen wir ein bisschen, überlegen, wann wir was machen wollen und dann brauche ich – wie immer – doch wieder zu lange. Dabei steht der Plan für heute schon lange.

(First) Breakfast in America

Um 6.30 Uhr ist es endlich so weit und ein kontinentales Frühstück wartet auf uns. Es ist besser als gedacht und als anderswo. Es gibt Toast (sogar mit Körnern!), verschiedene Bagels, Grossaints, Muffins und Copenhagener, dazu Butter, Marmelade und gekochte (und geschälte) Eier, Cornflakes und noch eine andere Sorte Cerealien, dazu die verschiedensten Milchangebote, Tee, Cafe und Saft sowie drei Sorten Obst. Dazu natürlich Tee oder Kaffee. Alles schmeckt, auch wenn wir vermutlich gerade unter einem akuten Kohlehydrate-Flash leiden.

Typisch für mich,es gibt nur ein Foto vom ‚abgefressenen‘ Tisch 😉

Auf der Brooklyn Bridge Richtung Manhatten

In einer Facebook-Gruppe hatte ich gelesen, wie gut es ist, den Jetlag zu nutzen, um möglichst Früh an der Brocklyn-Bridge zu sein. Genau das ist nun unser Plan, unser Wochenticket haben wir schon. Das Wetter allerdings könnte besser sein, es ist ziemlich feucht, aber was solls‘. Wir sind ja nicht aus Zucker.

Chelsea ist ein wirklich guter Standort, wir kommen überall schnell hin und so erreichen wir innerhalb einer halben Stunde Brocklyn und verlassen die U-Bahn. Von hier sind es nur wenige Minuten bis zur Brücke.

Hier stehe ich nun tatsächlich, so richtig kann ich es nicht fassen und muss mich kurz kneifen, träume ich nicht doch noch?

Aber nein, mich hat noch nie im Traum jemand gefragt, ob ich ein Foto von ihm mache. Schon hier, ganz am Anfang, bietet sich ein grandioser Blick auf die Brücke und auf Manhatten. Um diese frühe Stunde und dem Wetter sind nur ganz wenige Menschen mit uns unterwegs. Dieses etwas trübe Licht, verleiht eine ganz eigene, besondere Atmosphäre, ein wenig geheimnisvoll, vielleicht sogar leicht unheimlich?

Wir brauchen ewig um auf der anderen Seite anzukommen, immer wieder halten wir zum Fotografieren oder auch nur zum Schauen an, lesen jede Informationstafel. 1883 wurde die Brücke eröffnet, damals war sie die längste Hängebrücke der Welt, wieder ein Superlativ. Bei ihrem Bau verloren 27 Menschen ihr Leben. Insgesamt hat man nur 17 Jahre für den Bau gebraucht, wenn ich da an unseren Flughafen (BER) denke …

Beten mit George Washington

Nachdem Wir nur das erste Highlight unserer Reise erlebt haben, wollen wir es ruhiger angehen lassen. Wir sind ja nun in Lower Manhatten angekommen und schauen uns erst einmal hier um. Spontan entschließen, wir uns dazu, die St. Pauls Chapel anzusehen, die älteste Kirche in Manhatten und ein sehr schönes Bauwerk. In ihr hat George Washington vor seiner Amtseinführung gebetet. Wir hingegen zünden eine Kerze für unsere Eka an (R.I.P.). Nun ist es fast so, als wäre sie bei uns.

Wir essen in einem kleines Deli neben dem Chryssler-Building, dass tatsächlich preiswert (und gut ist). Seine versteckten Stärken, ein grooßartiges chinesischen Buffetrestaurant im hinteren Teil entdecken wir leider erst, als wir satt sind.

Das Deli, irgendwas mit Apple…

Zeit für eine große Pause bleibt leider sowieso nicht, denn nun geht es weiter zum World Trade Center, wir wollen uns das 9/11 Memorial und das Museum ansehen. Es regnet inzwischen ganz schön doll und wir stehen ziemlich lange an, irgendwann bin ich knatschig, die Feuchtigkeit durchdringt den Mantel, obwohl dieser angeblich wasserabweisend ist. das ist echt ungemütlich.
Gefühlt nach Stunden, finden wir endlich Einlass. Es ist ein komisches Gefühl in dem Museum, ich habe es damals live vor dem Fernseher miterlebt. Einer dieser Tage im Leben, die man niemals vergisst. Ich weiß noch genau, ich stand an der Tram-Haltestelle, als mich ein Kollege anrief. Zuhause verfolgte ich dann alles, hörte die verzweifelten Botschaften der Menschen aus den Flugzeugen. Aber das schlimmste waren für mich die Menschen, die wie kleine Puppen aus Verzweiflung oben aus den Fenstern sprangen. Zum Glück gibt es davon keine Fotos, aber dafür viele andere Bilder und Erinnerungen, Filme und Musik. Es ist sehr berührend. Allzu lange halte ich es im Museum nicht aus, zu viele Gedanken sind in meinem Kopf.

Am Ende schauen wir uns noch das Mahnmal an, das gerade in seiner großen Schlichtheit sehr berührt.

Ist der Gedanke froh zu sein, diese Sehenswürdigkeit abharken zu können sehr schändlich? Ich war es!

Zuende ist unser Tag noch immer nicht, denn nun wollen wir noch zu Macy`s, eigentlich fehlt nur eine Strumpfhose. Aber was soll Frau machen, wenn fast alles um mindestens 30% reduziert ist.

Mein neues Kleid von Macy’s, wunderbar weich und nicht teuer

Am Abend sind wir körperlich und emotional unfassbar müde, wir kaufen uns etwas zu Essen und nehmen es mit. Kaum haben wir gegessen, fallen wir in einen komatösen Schlaf.

Reden wir über Geld

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4 Gedanken zu „New York ein (Vor-)Weihnachtstraum❗️❓️- Part II:
Auf der Brocklyn-Bridge in Richtung Manhatten und Stoff zum Nachdenken am 9/11“

  1. Liebe Ela,

    da werden Erinnerungen in mir wach. Bin schon mehrfach über die Brooklyn Brücke gelaufen, allerdings von Manhattan aus.

    Ein sehr schöner Bericht.
    Liebe Grüße
    Monika

    1. Liebe Monika,
      vielen Dank und eine schönes Jahr 2023 mit 365 Tagen voller schöner Momente 🍀.
      New York besitzt eine besondere Magie und ich kann mir gut vorstellen, dass auch ich noch sehr lange daran zurückdenken werden. Die umgekehrte Richtung würde ich auch gerne noch einmal gehen.

      Liebe Grüße
      Ela

  2. Vielen Dank fürs mitnehmen! Ich habe den Bericht mit Begeisterung gelesen und hab einige Male über die Ausdrucksweise geschmunzelt!
    Leider konnten meine Tochter und ich uns den Traum von NY 2019 nicht erfüllen. 2 Wochen vorher kam der Corona Tavel Ban. Wir waren sehr traurig! Aber irgendwann wird es schon mal klappen! Liebe Grüße Katharina

    1. Liebe Katharina,
      so ging es uns 2020, alles war gebucht und dann machten die USA dicht. Nun war es um so schöner und wir haben jede Minute genossen.
      Ich drücke die Daumen, dass es bei euch auch bald klappt.

      Ach ja, Happy New Year,
      liebe Grüße
      Ela

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