New York City (ohne Rolli) 11+12/2022, Passt der Ort für eine Reise mit Rolli?, Reisebericht New York, Reisen & Berlin, Reisen ohne Rolli

New York ein (Vor-)Weihnachtstraum❗️❓️- Part III.2: Viiiiiiel Weihnachtsdeko oder ‚Kitsch as Kitsch can in Dyker Heights und Dumbo

Reisebericht aus einer Stadt zwischen Superlativen und Mülltonnen

A very, very, very Happy New Year 2023, mögen sich Träume erfüllen, ihr durch New York bummeln und bitte bleibt gesund und neugierig ❣️ 🍾🥂🎆🧨🎉🎈

Wir müssen uns echt ranhalten, brauchen dringend noch etwas zu essen und für 16 Uhr haben wir Tickets für eine Christmas Tour nach Dyker Heigts, der legendären Weihnachtswelt in Little Italy/Brocklyn. Eigentlich ist in unserem Pass eine Tour zu Fuß enthalten, wir haben aber keine Lust 1,5 Stunden mit der U-Bahn hin und spät dann wahrscheinlich mit einem Uber zurückzufahren. Unsere Gegenrechnung ergab dann auch, die Kosten wären in etwa die gleichen, wie für die gut bewertete Bustour.

Wir holen uns auf dem Weg noch schnell ein Stück Pizza und trinken einen Kaffee im Starbucks.

Wo bitte geht’s nach Dyker Heights❓ Busse soweit das Auge reicht❗

In der Get your Guide App hatte es sich angehört, als müssten wir nur schnell zu 566, 10th Avenue. 15 Minuten vor der Abfahrt sollten wir am Bus sein. Uns hatte aber leider niemand gesagt, dass hier Dutzende von Bussen der unterschiedlichen Veranstalter stehen und auf Kunden warten, die alle in Schlangen stehen. Ich weiß ganz genau, der Bus fährt ohne mich. Beziehungsweise, er führe, wenn ich nicht meine Geheimwaffe in Person meiner Tochter bei mir hätte. Zielsicher führt sie uns bis zumindest nahe an den Bus. Dann meine Superkraft zu Einsatz, ich quatschte die Leute in den vielen verschiedenen Schlangen einfach an, es dauert einem Moment, aber schließlich und endlich sind wir am richtigen Bus. Wir werden mit den Worten ‚Better late than never‘ begrüßt, offensichtlich war es eher selten, dass man erst am Vorabend bucht und kurz auf knapp erscheint. Souverän lächeln wir drüber hinweg. Wozu die Hetze? Wegen der Vielzahl des Busverkehrs kommt unser Bus nämlich 20 Minuten zu spät. Aber nun geht es endlich los.

Auf ins Weihnachstswunderland Dyker Hights

Die Fahrt zieht sich ist aber auch ganz schön, zumal unser Guide viel Interessantes erzählt. Leider spricht sie ein wenig wie Mickey Mouse, sagt uns zwar ihren (und meinen) Namen ‚Manuela‘, nur wie sie aussieht, bleibt ihr Geheimnis. wir nicht. Aber okay, wir sind ja nicht bei‘ Germany`s next Top-Model‘. Nach ca. 90 Minuten haben wir es geschafft, wir sind da. Wir werden noch instruiert, wo und wann wir uns in knapp zwei Stunden wieder treffen. Nur zur Sicherheit, denn Manuela führt uns ja. Dann steigt sie (meine Namens-Vetterin) vorne aus, wir hinten. Beim Aussteigen geraten wir in eine Schlange mit hunderten von Menschen, die das gleiche Ziel haben. Ich bin der Ansicht, die Frau da vorne mit dem Leuchtstab in der Hand sieht aus wie eine Manuela. Wir folgen ihr die nächsten zwei Stunden. Es ist echt interessant und life auch gar nicht so MM.

Schon sehr bald vergessen wir alles um uns herum und staunen wie Kinder, die das erste mal dem Weihnachtsmann begegnen. Solch eine Opulenz und Fülle aus Glitzer, Lichtern, künstlichem Schnee und Weihnachtsschmuck habe ich noch nie auf einmal gesehen. Wenn ich in die Gesichter der anderen sehe, geht es ihnen ähnlich. Dabei war ich auf vielen Weihnachtsmärkten und nicht nur in Deutschland, aber dagegen war alles total schlicht.

Ich gestehe, gedacht zu haben, man karrt uns hierhin, damit wir an Straßenständen Weihnachtsschmuck und Snacks kaufen. Aber nein, in den ganzen zwei Stunden begegnet uns ein einziger Stand und an dem wird für das hiesige Krankenhaus gesammelt. Wir sind durch so viele Straßen gelaufen, rauf runter und die meisten Häuser sind neben all der Deko einfach sehr hübsch. Es macht Spaß, das Viertel zu erkunden. Unanstrengend ist es aber nicht, zumal das Gelände hügelig ist und die unglaublich vielen Lichtquellen und Eindrücke machen die Augen ebenso müde, wie die viele unterschiedliche musikalische Berieselung die Ohren.

Kurz vor Ende der verabredeten Zeit, fragen wir die Dame mit dem Leuchtstab, ob sie Manuela sei. Nein, ich höre es nun sofort, keine Mickey Mouse, es ist nicht Manuela. Zum Glück findet Josy den Friseur, vor dem der verabredete Treffpunkt ist und dann endlich wissen wir auch, wie ‚unsere‘ Manuela aussieht. Wieder im Bus bin ich echt k.o. und würde am liebsten ein Nickerchen machen. Die Straßen sind total verstopft und der Weg dauert und klar, ich nicke ein. Aber schließlich erreichen wir auch DUMBO unser zweites Ziel an diesem Abend.

Was zum Teufel ist DUMBO❓

Der einzige DUMBO den ich kenne, ist der fliegende Elefant aus dem Film. Vermutlich wird man uns den hier eher nicht vorführen. Nein, es ist ein cooler neuer Stadtteil in Brocklyn und die Abkürzung DUMBO bedeutet: Down Under the Manhattan Bridge Overpass” (sprich: Unter der Überführung der Manhattan Bridge), Informationen findest du hier

Ein echtes New Yorker Feuerwehrauto im Einsatz, ist das nicht cool?

Hier ist es auch wirklich schön und es gibt reichlich (nicht überreichlich) Weihnachtsdeko und vor allem einen mega coolen Blick auf Manhattan und die Brooklyn Bridge. Hier könnte ich die halbe Nacht stehen, es ist einfach sooooo schön. Aber irgendwann fahren wir doch wieder zurück und sitzen dann ganz schnell in der U-Bahn. Heute hängt unser Magen echt in den Knien und wir beschließen heute mal ‚richtig‘ essen zu gehen.

Restaurantbesuch

Wir suchen uns den kleinen Italiener in Chelsea aus, an dem wir schon so oft vorbei kamen. Ein wirklich süßes Lokal mit karierten Tischdecken, hübscher Deko und einem sehr ansprechenden Duft nach leckerem Essen. Tatsächlich ist unser Essen köstlich, meine Tochter isst ein Süppchen und Gnocchi, ich entscheide mich für eine Lasagne. Zum Essen trinken wie Mineralwasser und hinterher gibt es für jede einen Cappuccino. Wir genießen das leckere Essen, die schöne Atmosphäre und den netten Service trotz des Preises sehr und fallen anschließend todmüde ins Bett.

Reden wir über Geld

Wir waren bevor die Bustour begann noch ganz kurz bei Starbucks, aus Zeitmangel hatten wir jeweils nur einen Kaffee und später eine Stück Pizza20$)

Der Ausflug nach Dyker Heights hat uns inkl. Bustour und Führung 114$ gekostet, gebucht haben wir sie über Get your Guide, wir hatten uns an Preis und Bewertungen orientiert.

Das Essen im kleinen italienischen Restaurant hat inkl. Trinkgeld 155$ gekostet, Alkohol hatten wir keinen, nur zwei große Flaschen Mineralwasser.

Hier geht es direkt zu den Touren

Hinweise zur Barrierefreiheit

Eine barrierefrei Tour habe ich nicht gefunden, aber natürlich kann man mit der U-Bahn, einem Uber oder Taxi nach Dyker Hights fahren und durch die Straßen spazieren.

Tu es/lass es

Heute hat alles gepasst. Ich war sehr froh, dass wir uns für die Bustour entschieden haben, wir haben soviel Interessantes erfahren und wären ohne vermutlich nicht nach DUMBO gekommen.

Das Restaurant war ernsthaft sehr teuer, aber es tut mir nicht leid. Wir haben das leckere Essen und die Atmosphäre sehr genossen

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