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Wohnung finden/Wohnung (unter-) vermieten – Auswandern mit 60plus

Mit nem‘ kleen Stückchen Glück (My fair Lady)

Ich nehme an jede:r ahnt oder weiß inzwischen, dass ich nach Teneriffa, der größten der kanarischen Inseln, gehe. Um genauer zu sein in den grünen Nordteil der Insel. Wüste ist nichts für mich.

In der Zeit der Pandemie erlebten die Kanaren ein echtes Comeback, weil Homeoffice plötzlich ganz groß wurde. Die Inseln gehören zu Spanien und damit zur EU, was es deutlich einfacher macht. Das besondere ist das ganzjährig recht stabile Wetter, man nennt Teneriffa auch die Insel des ewigen Frühlings. Es herrschen fast immer zwischen 23 und 25 Grad. Neben meinem Entschluss mit 12 der zweite Grund mich für Teneriffa zu entscheiden, denn ich mag keine große Hitze.

Funfact: Ein paar Leute haben mich eh ausgelacht, dass ich in den Süden gehe. Als Winterkind liebe ich die kalte Jahreszeit und bei minus Graden werde ich so richtig lebendig. Aber ist es mit alten Träumen nicht so ähnlich wie mit alten Idolen, man hält an ihnen fest, weil man sie mit dem Herzen sieht? Also um mit dem Franzl zu sprechen: „Schau mer‘ mal“.  Möchtet ihr die Geschichte zur Entstehung meines Traumes hören?

Wie habe ich meine Wohnung gefunden?

Für mich stand fest, ich miete, ich hatte in meinem Leben genug Ärger mit Immobilien und wusste, das will ich nicht (mehr). Nicht gerechnet hatte ich damit,  wie schwierig es wird. Mein Budget finde ich okay und angemessen, zudem meine Schmerzgrenze. Basta! Schön fast ein Jahr habe ich mir die Anzeigen der größten Immobilienseiten Idealista und fotocasa, die zu meinen Wünschen passen, schicken lassen. Leider stand es lange nicht fest, wann meine Pensionierung durch sein würde, daher war es schwierig Nägel mit Köpfen zu machen. Im Frühsommer dachte ich dann, ich habe meine Wohnung gefunden. Ich hatte eine Online-Besichtigung, die Wohnung gefiel mir. Nur mit der Lage war ich nicht wirklich zufrieden. Ich wollte nicht so gerne nach La Paz, obwohl oder weil das die deutsche Enklave ist? Die Maklerin wollte lange partout nicht den Gesamtpreis nennen. Am Ende stellte sich raus, zur eigentlichen Miete (AI) wären noch gekommen Strom (falls mehr als 30€), Internet, Maklergebühr (in Spanien bei Kurzzeitmiete unter einem Jahr) vom Mieter zu zahlen, Kaution und die Zahlung der Gesamtmiete ehe ich nur einen Fuß in die Wohnung gesetzt hätte. Damit wäre mein Budget deutlich überschritten gewesen. Komisch bei der Suche fand ich, dass man auf Interessenbekundungen fast nie eine Antwort bekam, da muss man dranbleiben und nerven. Also war ich bei Plan B, ich setzte in verschiedene Facebook-Gruppen Suchen. Vorsicht Leute, ihr müsst aufpassen, da sind auch Betrüger unterwegs. Zum Glück bin ich nicht drauf reingefallen, mein Instinkt scheint gut zu funktionieren. Ich war dann schon dabei auf Plan C oder D umzusteigen, erst ein AirB&B oder eben doch ein anderes Ziel. Dann jedoch hatte ich Glück oder war ich zäh genug? Ich bekam auf eine meiner Suchen ein faires Angebot, noch dazu eines ohne Makler. Ich muss keine Cent zahlen, ehe ich die Wohnung gesehen habe. Dann allerdings direkt die Miete für 6 Monate, auch das ist so in Spanien so geregelt. Dafür ist sie nagelneu, wurde gerade fertiggestellt, die Vermieter sind überaus seriös. Sie liegt genau in meinem Wunschgebiet, sie ist – wie eine Ferienwohnung voll ausgestattet und ich werde habe zwei Zimmer haben. Habe ich Angst, dass die Wohnung nichts ist? Klar und wie! Was mache ich dann? Eine Übergangslösung finden und vor Ort suchen. Im schlimmsten Fall, um eine Erfahrung reicher und ein Flugticket ärmer, wieder nach Hause fliegen. Cest la Vie!

Was mache ich mit meiner Wohnung in Berlin

Jetzt hatte und habe ich richtig Glück. Eine Verwandte kam Ende Juni von einem beruflichen Auslandsaufenthalt zurück. Sie hatte keine Lust mehr auf ihre WG und so kamen wir überein, dass sie die Wohnung für die Zeit übernimmt. Oje dieses kleine Stückchen Glück, wäre es schwierig geworden, meinen Plan umzusetzen. Ich hätte nicht gerne an Fremde untervermietet und hätte da der Vermieter hier mitgespielt? Dann hätte ich persönliche Sachen einlagern müssen etc..Sie gleich ganz aufgeben kam nicht infrage. In Berlin gibt man seine Wohnung nicht einfach so auf! Aber zwei Mieten zu stemmen, wäre herausfordernd geworden. Von daher: Schwein gehabt!

… Fortsetzung folgt

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