London & Schottland eine Roadtour auf Schienen, Reisen durch die Welt

London war nur der Anfang – Nächster Halt: Edinburgh!

London und Schottland – Ein Roadtrip auf Schienen, Teil 3

Ich auf dem Bahnhof Kings Cross in London
Am Bahnhof Kings Cross in London

Am nächsten Morgen, bevor unsere Zugfahrt uns in die Hauptstadt von Schottland nach Edinburgh führte, gönnten wir noch ein super leckeres Frühstück. Rund um den Bahnhof Kings Cross befinden sich etliche angesagte Breakfast Locations. Wärend wir unser Frühstück genossen, ließen wir unserem wunderbaren Tag in London, gestern Revue passieren und empfanden uns als lucky Girls. Es hatte einfach alles gestimmt (Sch*** auf das miese Hotel 😉.

Unser Frühstück war ein Träumchen

Zum Bahnhof hatten wir es ja nicht weit und so holten wir schnell noch unsere sieben Sachen aus dem Hotel, sagten „Auf Nimmerwiedersehen“ und machten uns auf den Weg. Die Fahrkarte nach Edinburgh hatten wir schon im Mai gekauft. Preise für Bahnfahrten variieren stark. Das System ist ähnlich wie bei uns, die Preise sind abhängig von der Tages- und Jahreszeit, vom Wochentag und der Zugauslastung.

Anders als in Deutschland wird in Großbritannien, das Gleis an dem der Zug halten wird, erst kurz vor dem Eintreffen der Bahn angezeigt. Man hat aber immer ausreichen Zeit zu seinem Sitzplatz zu gelangen und das britische Bahnpersonal ist sehr hilfsbereit.

Nun waren wir auf dem Weg gen Norden, nach Edinburgh! Allein die Fahrt war schon ein Erlebnis, ich hatte ganz viel Lesestoff dabei, aber die Landschaft, die an uns vorbei zog war so toll, dass ich das Buch ungeöffnet wieder einpackte.

Der Zug (die Reservierung war inklusive) war sehr gepflegt und sauber, gut ausgelastet, aber nicht zu voll. Das Personal war super freundlich und es gab einen Wagen wo man sein Gepäck unterbringen konnten. Die Fahrt dauerte knapp fünf Stunden. Es kam immer wieder ein Verpflegungswagen durch, wo man kalte und warme Getränke, Sandwiches und Gebäck kaufen konnte. Ob ich so eine angenehme Fahrt bei der Deutschen Bahn auch noch einmal erleben darf?

Edinburgh! – Bitte alle aussteigen

Edinburgh, die Hauptstadt Schottlands
Edingburgh

„Eine einzige Ansicht von Edinburgh ist es wert, das ganzes Leben lang im Gedächtnis behalten zu werden.“ (zugeschrieben: Alexander Smith)

Allein die Ankunft ist schon ein Erlebnis! Wenn sich diese majestätische Stadt vor einem auftut, gekrönt vom imposanten Schloss, das über allem thront, dann stockt kurz der Atem. Wir erkundeten die Royal Mile, schlenderten durch die verwinkelten Gassen der Old Town (Altstadt). Saugten sozusagen die ganz besondere Atmosphäre auf, die Edinburgh so einzigartig macht. Überall spürt man die Geschichte, von den alten Pubs, in denen schon seit Jahrhunderten Geschichten erzählt werde. Es sind steinerne Zeugen vergangener Epochen. Eine Stadt, die sich anfühlt, als würde sie aus einem Märchenbuch entspringen, voller Geheimnisse und einem unwiderstehlichen Charme, der einen sofort gefangen nimmt

Hurra, hier stimmt auch das Hotel

In Edinburgh hatten wir auch wieder Glück mit unserem Hotel. Wir wohnten in einem auf eine sehr angenehme Art alten Hotel mit viel viktorianischem Charme. Das Personal war sehr freundlich, unser Zimmer sehr hübsch und das Frühstück sehr gut. Es war das ‚The Haymarket‘. Besonders hervorzuheben ist die absolut zentrale Lage, in drei Minuten waren wir an der Tram. Bezahlt haben wir inklusive Frühstück ca. 240€. Ganz schön viel, ich weiß. Die absolute Hauptsaison verlangt ihren Tribut, aber hier stimmt wenigstens alles und das Frühstück war sehr lecker.

Edinburgh will entdeckt werden

Heute hatten wir ja nur diesen Nachmittag und einen halben Vormittag Zeit, ehe es weitergehen würde zum nächsten Ziel. Aber ganz am Ende unserer Reise kommen wir noch einmal wieder. Auch wenn ich hoffe, die Zeit bis dahin dauert sehr lange, freue ich ich mich doch schon, wieder Zeit in dieser wunderbaren Stadt zu verbringen, weil ich mehr von ihr sehen möchte.

Jetz lassen wir uns einfach durch die engen Gassen treiben, steigen Stufen hinauf, gehen durch verwinkelte Gassen, stehen vor Häusern, die vielleicht auch schon Mary Stuart gesehen hat. Wir trinken unser Ginger-Ale da, wo möglicherweise auch Sir Walter Scott ein Glas Bier trank. Hier atmet jede Mauer, jede Treppe und (fast) jedes Lokal Geschichte, die so lebendig scheint, dass man sie fast greifen kann. Trotzdem hat die Stadt nichts museales, ganz im Gegenteil sie ist jung, hip und modern, dazu freundlich und aufgeschlossen. Irgendwann möchte ich mal viel Zeit hier verbringen.

Sachlichkeiten

Ein Paar Fakten:

Edinburgh, die Hauptstadt Schottlands ist eher klein mit einer halben Million Einwohnern und auch nur die zweitgrößte Stadt des Landes nach Glasgow (Touristinformation). Bereits seit dem 15. Jahrhundert ist sie Hauptstadt und seit 1999 auch Sitz des schottischen Parlaments. Schon auf den ersten Blick beeindruckt sie durch ihre historische Architektur und durch die dunkelgraue Farbe der Gebäude. Das Edinburgh Castle thront auf einem erloschenen Vulkan und beherbergt u.a. die schottischen Kronjuwelen.

Die Royal Mile (DIE berühmteste Straße der Stadt) verbindet das Castle mit dem Palace of Holyroodhouse (die königliche Residenz in Edinburgh, sozusagen der Buckingham Palst der schottischen Hauptstadt). Berühmt ist die Old Town, die UNESCO-Weltkulturerbe ist, ihre Vielzahl an Museen und für die unbeschwerte, lebensbejahrende Atmosphäre dieser Stadt, in die ich mich auf den ersten Blick verliebt habe. Sehr bekannt ist auch das jährliche Edinburgh Fringe Festival, das größte Kulturfestival der Welt.

Mein Lieblings-Verkehrsmittel in Edinburgh war die Tram. mit der man sich hervorragend im Stadtgebiet fortbewege kann.

Fortsetzung folgt mit:
Nächstes Abenteuer:
Mit dem Zug von Edinburgh nach Inverness
– Tor zu den schottischen Highlands

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