Wir sind vollzählig. Ganz bewusst haben wir fast nichts auf unserer Agenda, denn diese Tage sollen in erster Linie der Entspannung und in zweiter, der gemeinsamen Zeit dienen.

So lassen wir es ganz gemütlich angehen mit einem wunderbaren Frühstück. Dass man in unserem Hotel auch im wunderbar schattigen Innenhof frühstücken kann, hatte ich schon erwähnt. Das Frühstück war wirklich sehr gut. Es gab alles, was man sich so wünscht. Natürlich habe ich einmal mehr vergessen, dabei zu fotografieren. Sorry dafür!
Planschen am Pool

Unser einziger Programmpunkt ist die Sagrada Familia, diese bis heute nicht fertig gestellte Kathedrale des Künstlers und Architekten Gaudi. Da unser Einlass aber erst auf 14:30 Uhr getaktet war, haben wir noch Zeit. Diese nutzen wir für einen Besuch am Pool. Wir hatten Glück,es gab noch ein paar freie Liegen, zwei davon waren unsere. Es liegt sich wirklich gut, die Liegen sind bequem, der Pool reicht zwar nicht zum Schwimmen, ist aber eine angenehme Abkühlung. Was es leider nicht gibt, ist Schatten. Trotz hohem Lichtschutzfaktor haben wir uns darum nach anderthalb Stunden ins Zimmer verzogen, uns zurecht gemacht und sind los in Richtung Kathedrale. Vom Bahnhof Santa, der in ca. 15 Minuten Laufweite liegt, fährt man ca. 10 Minuten mit der Metro bis zur Haltestelle Sagarda Familia.
Sagarda Familia oder die Kirche, die nie fertig wird

Die Tickets hatte ich im Vorfeld online über die Website der Kathedrale gebucht. Achtung!!! Bitte bucht ausschließlich über diese original Website, sonst kommen unter Umständen sehr hohe Kosten auf euch zu. Und nur auf dieser gibt es einige interessante Rabatte, so den für Senioren oder aber den, für schwerbehinderte Menschen, den ich nutzen konnte. Menschen mit einem Grad der Behinderung von mindestens 65 % bekommen die Tickets gemeinsam mit einer Begleitperson kostenlos.


Auf die Turmbesteigung haben wir verzichtet. Es fährt zwar ein Fahrstuhl hinauf, aber hinunter muss man die Treppen nutzen, ganze 500 Stufen. Mir war das zu viel, weil ich mich auf Treppen einfach nicht wohl fühle und meine Knie wären auch nicht wirklich dankbar gewesen.
Erstmal reinkomnen
Die Sicherheitskontrolle ist der auf einem Flughafen sehr ähnlich und auch ebenso streng. Man sollte möglichst nur eine kleine Tasche mitnehmen, alles andere muss man einschließen.
Wir hatten uns bei der Ticketbuchung für eine unbegleitete Tour mit Audioguide entschieden. Den Audioguide findet man in der offiziellen App, dort kann man ihn herunterladen. Um ganz ehrlich zu sein, habe ich ihn weitgehenst ignoriert. Ich habe einfach die Eindrücke auf mich wirken lassen und die waren schon sehr imposant. In meinem Leben war ich in sehr, sehr vielen Kirchen, aber diese ist tatsächlich einzigartig.
















Natürlich ist es voll, natürlich ist es laut und trotzdem gibt es diesen ganz besonderen Zauber, von dem man sich packen lassen kann oder muss? Da ist Frieden, aber auch etwas Heiliges, Weite und Licht, aber auch Dunkelheit. Am allerbesten haben mir, glaube ich, diese wunder- wunderschönen Fenster gefallen. Sie verbreiten je nach Lichteinfall eine ganz eigene Stimmung. Da ist einmal die Seite, wo die Fenster ganz in Gelbtönen gehalten sind und so alles sonnig wirken lassen. Die andere Seite im kühlen blauen Licht wirkt eher sachlich, aber auch frisch. Man könnte sich Stunden um Stunden in dieser Kirche aufhalten, und würde trotzdem immer noch Neues entdecken, es sind so unglaublich viele Details. Egal wohin man den Kopf wendet, da ist noch etwas, dass man nicht gesehen hat, das spannend ist und was man erkunden möchte. Mit Worten allein, wird man diesem Ort nicht gerecht. Fahrt hin. Schaut euch die Familia Sagrada an und bildet euch euer eigenes! Urteil.
Ich liebe Tapas

Nach der Kirche ist vor dem Essen. Ganze drei Stunden sind wie im Fluge vergangen und unsere Mägen knurrten lautstark, wir hatten Appetit auf Tapas. Wenig vernünftig entschieden wir uns für ein kleines Lokal, ganz in der Nähe der Sagrada und hatten Glück, denn das Essen schmeckte wirklich gut und der Preis ging sogar. Wir machten es, wie die Spanier und bestellten vier oder fünf verschiedene Tapas, die wir alle teilen. Mein großer Favorit, wie fast immer, waren die Pimiente di Padron. Das sind grüne Mini-Paprika mit Olivenöl und groben Salz. Aber auch die Tortilla español, das Pan con Tomato sowie der Rest, waren sehr lecker.
Cap-Suche in den Gassen der Altstadt

Ganz bewusst, hatten wir uns vorher vorgenommen, an diesem Tag nicht viel mehr als die Sagrada Familia anzuschauen. So machen wir uns nach dem Essen auf in Richtung Altstadt.










Dort ließen wir uns einfach. durch die wunderschönen alten und engen Gassen treiben wir bewunderten die schönen Häuser, die einladenden Innenhöfe, die geschmückten Balkone. Es ist einfach toll. Das ging auch gut, bis meine Tochter feststellte : „Ich brauche ein neues Cap“. Es musste ein ganz bestimmtes sein, naturweiß mit einer Aufschrift, der, ich glaube, New York Yankees, auf jeden Fall „NY“. Ja, ihr habt recht. Es gibt wirklich, wirklich viele Kopfbedeckungen mit genau dieser Aufschrift. Aber sie waren nicht genau das, was gewünscht war. Und so waren wir, glaube ich, in sechs verschiedenen Geschäften, als wir dann endlich fündig wurden.

Kind (😂) war glücklich, Mutter erschöpft, wir hatten keine Lust noch groß essen zu gehen und so wurde es ein zweites Mal Essen von Mercadona. Es war übrigens wieder sehr lecker.