Oh mein Gott, es juckt mir in den Fingern, am liebsten würde ich aus dem heutigen Blogpost, eine mörderische Kurzgeschichte machen. Nein, ich bin noch immer nicht blutdrünstig, aber die Location von der ich heute erzähle, schreit danach. Aber nein, ich bleibe tapfer!
Es gibt überall Blumen für den, der sie sehen will– Henri Matisse
Puertos‘ Schätze: Jardín Sitió Litre
Das ich diese Gelüste verspüre, hat auch nichts damit zu tun, dass Agatha Christie auch schon im Sitió Litre war. I wo! Es ist vielmehr die geheimnisvolle Atmosphäre dieses Gartens, mit all sein schattigen Nischen, den Orchideen, den Papageien, dem über 200 Jahre altem Herrenhaus und dem Cricketfeld, bereit zum bespielt werden. Bestimmt kennst du auch mindestens einen englischen Krimi in dem die Prota zu einem Wochenende auf dem Land in einem Schloss/Herrenhaus eingeladen wird, in dem dann (mindestens) ein Mord geschieht? Genau diese Ausstrahlung hat dieses Anwesen und hättest du die sehr strenge Señora erlebt, die hier hin gehört. Du wüsstest was ich meine.
Es ist gewiss, dieser Park gehört ab heute zu meinen Herzensorten, er hat mich verzaubert.
Die Schwalben kommen und ich träume von einem mörderischen Wochenende
Das sind all die Menschen, die hier den Winter verleben, auch das passt zu Agatha Christie. Wobei die ganzen Partys, die hier so eifrig geplant werden, mich nur sehr peripher interessieren. Für eine Einladung ins Herrenhaus Sitió Litre hingegen würde ich einiges geben.
Leider wird daraus wohl nichts, daher bleibt mir nur zu träumen und die Fotos zu zeigen.
Unten auf der Seite dann noch ein paar Sachlichkeiten. Unten geht es dann weiter mit meinem Leben hier.
























Ich bin wieder da
Mein kleines Tief ist überwunden. Juhu! Ja, ich weiß, es ist nicht cool, aber ich hatte einen kleinen Anfall von Heimweh. Auf einmal wollte ich gerne zum Festival of Lights, meine Tochter drücken, meine Freund*innen treffen und in mein Zuhause.
Ich denke, das war, weil ich hier zwar ständig Menschen treffe, die mir aber noch nicht vertraut sind. Kennen eigentlich andere auch dieses blöde Gedankenkarussell: Bin ich gut genug? Bin ich interessant genug? Gibt es noch ein Plätzchen für mich?
Inzwischen habe ich aber beim Spanischkurs ein paar nette Frauen kennengelernt zu haben, die schon ein bisschen länger auf der Insel sind.
Ob ich hier wirklich Anschluss finde, weiß ich natürlich auch heute nicht. Aber inzwischen lässt es sich ganz gut an. Viel wichtiger, mir ist aufgegangen, dass wir in so einer coolen, privelegierten Zeit leben. Meine (echten) Freunde habe ich immer dabei, kann sie jederzeit kontaktieren und sie melden sich auch bei mir. Auch das digitale Zeitalter hat seinen Stärken. Erinnerst du dich? Alle paar Wochen ein Brief, Münzen sammeln fürs Telefon und Schlange stehen?
Für mich bleibt es wichtig, unabhängig zu bleiben, mich alleine aufzumachen und Dinge zu entdecken. Auch das macht mich dankbar.
Sachlichkeiten: Wie, Wo, Wann
Der Sitió Litre liegt (natürlich) oben und es gibt noch eine weitere Treppe, die hinaufführt, wo genau sieht man auf der Karte, aber Google Maps kennt ihn auch. Der Eintritt kostet 4,75€ , geöffnet ist er täglich von 9.30 – 14.30 Uhr, es gibt ein zauberhaftes kleines Café mit leckerem Kuchen.


Fortsetzung folgt …