Reisen durch die Welt, Teneriffa - Aufbruch in ein neues Leben

Hola Tenerife – Vier Wochen im August auf Teneriffa

Den ganzen August habe ich terminfrei🎉 und so konnte ich für 4 Wochen in meine Wahlheimat nach Teneriffa fliegen. Wer Ela kennt, weiß, irgendwas geht immer schief, weil sie manchmal leicht schusselig ist. So auch dieses Mal! Meine wichtigsten Tabletten müssen im Kühlschrank lagern. Ich dachte mir, dann nimm sie lieber erst morgens vor dem Flug raus. Gut gedacht, ABER … dann im Trubel des Aufbruchs, vergessen. Nun stand ich in meiner Küche in Puerto de la Cruz, durchsuchte alles zum zig-malsten100. Mal, aber sie waren nicht da. So ein Mist!!! Einfach nachkaufen ist nicht, zum einen braucht man ein Rezept, zum anderen einen äußerst prallen Geldbeutel. Mit äußerst meine ich wirklich, wirklich viel.

Ähm ja 😁

Aber wie fast immer in meinem leben hatte ich Glück im Unglück, meine Tochter hat es geschafft, in der größten Teneriffa-Facebookgruppe jemanden zu finden, die mir die Tabletten mitbrachte. An dieser Stelle noch mal vielen Dank.  Ohne deine Hilfe hätte ich meine Reise abbrechen und zurückfliegen müssen.

Der August auf Teneriffa

Es flirtt vor Hitze,

Mein erstes Mal im August, ich war als Kind und junge Frau oft im Juli auf Teneriffa, aber nie im August. Die Monate Juli und August sind hier Nebensaison, viele Läden und Lokale machen Ferien. Wir hatten Probleme ein nettes Café zu finden, die Eisdiele hatte zu, ebenso die Pastelleria und ach auch Café Mimi hatten die Stühle hochgestellt. D.h. Pause in unserer kuscheligen Boomerwelt. Am Ende haben wir unsere kleine Feier (die Freundin einer Freundin ist abgereist) in einem  Café gemacht, wo wir uns sonst eher nicht sehen lassen. So entdeckt. Man neues.

Außerdem ist es hier z. Zt. heiß, extrem heiß. Auf der Insel des ewigen Frühlings hatten wir 37 Grad mit fast 70% Luftfeuchtigkeit. Mein Kreislauf meldete: „Ich bin durch den Wind, geh wohin du willst, aber bleib Zuhause. Meine erste Neuanschaffung war demzufolge ein weiterer Ventilator. Ich bin nämlich überhaupt nicht hitzeresistent. Auch die Nächte sind tropisch mit Temperaturen bei ca. 25 Grad, puuuh!

Auf jeden Fall ist Puerto’s Vibe im Hochsommer sehr anders als im Herbst, Winter und Frühjahr. Und das von der Wärme mal ganz abgesehen.  Es sind nur wenige ausländische – noch weniger deutsche – Touristen in der Stadt, aber umso mehr vom Festland mit Kind und Kegel. Das gefällt mir gut, es gibt dem Ort ein ganz anderes Flair. Jung, frischen, lebhaft mit deutlich weniger Boomer-Kollegen. Ich mag das. Nur sollte man am Wochenende nicht versuchen in die Martianez-Bäder zu kommen. Die Schlangen sind geradezu endlos.

Ob alle reingekommen sind? Mein Tipp? NEIN! Ich war auf dem Weg zur Tablettenübernahme, ganz ohne Trenchcoat, aber mit Sonnenbrille 😂. Tatsächlich fand diese als Goodie obendrauf, noch dazu fast vor meiner Haustür statt. Nochmal DAAAAAANKE!!!!

Vamos a la Playa

Ein Bali-Bett für 3

Am Montag stand ein Mädelstrip zum wunderschönen Las Teresitas Strand (siehe auch hier) an. Zu dritt machten wir uns auf den Weg, wie immer kutschierte uns Vera sicher und souverän an Ziel. Offensichtlich hatten trotz Montag viele die gleiche Idee, denn es dauerte ein Weilchen, bis wir auf dem Parkplatz standen. Das Warten hat gelohnt, der Strand ist bei jedem Besuch schöner. Wahrscheinlich auch, weil er nun im vollen Betrieb ist, mit Liegenstühlen, Beachbars und Balibetten (30€/Tag). Ein solches gönnten wir uns dann auch, es passte perfekt für uns drei Weibsen. Dieses Mal war ich sogar Schwimmen, es war herrlich. Das Wasser sehr angenehm, keine Steine, die man überwinden musste und sehr flach abfallend. Mit den Palmen, dem weißen Sand und dem türkisfarbendem Meer kam sowas wir Karibik-Flair auf.

Natürlich kam irgendwann auch das kleine Hüngerchen, dieses zu befriedigen gestaltete sich allerdings schwierig. Es gab in der Beachbar, die zum Liegenverleih gehörte, viel mehr hungrige Menschen, als Tische. So warteten wir, nein, Vera, über eine Stunde auf einen freien Tisch. Es gab für uns Artischocken und Papas Arrugadas. Beides fand ich eher mäßig und dass die Teller weggenommen wurden, ehe ich fertig war, fand ich gar nicht lustig. Mein schönes Brötchen …

Anschließend hieß es – nach einem letzten Blick aufs Meer – auch schon wieder Abschiednehmen. Für meinen Geschmack viel zu früh, aber ich war ja nicht alleine.

Zu Gast im alten Persien

Man soll dem Leib etwas Gutes bieten, damit die Seele Lust hat, darin zu wohnen.“ – Winston Churchill

Mehr als entschädigt für das sehr schwächelnde Essen am Teresitas Strand wurde ich einmal mehr in meinem absoluten Lieblings-Lokal auf Teneriffa. Es ist das Safran in Santa Ursula. Natürlich weiß ich dass Persien heute der Iran ist, aber Wirt Amat legt Wert darauf, dass er persisch kocht. Vorher war er über 20 Jahre in Berlin, bevor er vor einigen Jahren nach Teneriffa kam. All seine Zutaten zieht er auf seiner eigenen Finca natürlich streng nach ökologischen Gesichtspunkten. Auch das Fleisch stammt aus einer artegerechten Zucht.

Ich wünschte, es gäbe Duft-Fotos

Der Mann ist wirklich ein Gott des richtigen Würzens und diese Düfte, die sich beim Kochen entwickeln sind so unglaublich lecker und verführerisch. Mich könnte man allein schon mit dem Joghurt-Minz- Dipp und Brot dazu, glücklich machen. Mehr braucht esich nicht. Hab es aber,  siehe Fotos, gesammelt über die letzten Monate. Meine Freundin meinte, ich solle lieber nicht übers Safran schreiben, damit nicht alle hinrennen, aber ich finde: „Ehre wem Ehre gebührt“.

📌 Fortsetzung folgt …

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