Berlin, Berlin, Reisen durch die Welt

Hallo Berlin! Ein Herbsttag am Müggelsee – Bölsche, Blätter und Bootsromantik 

Wieder in Berlin, wieder wegen der Gesundheit, werde ich mich nun mit dem ‚Müggelsee im Herbst‘ in eine zwei- bis dreiwöchige Pause verabschieden. Da ich annehme ihr verzichtet gerne auf eine Klinik-Edition, werdet ihr das nächste Mal von mir lesen, wenn ich einen weiteren großen Schritt in Richtung ‚Gesund‘ gemacht habe. Wahrscheinlich Ende Oktober/Anfang November. Aktuelles werde ich immer mal bei Facebook oder Insta posten.

Aber nun geht es erstmal los mit einem neuen Beitrag zur Rubrik Berlin, Berlin

Müggelsee-Ufere
Der Müggelsee

Der Herbst ist ein zweiter Frühling, wo jedes Blatt zur Blüte wird.“ – Albert Camus

Auf zum Müggelsee

Park am Müggelsee
Herbst am Müggelsee

An diesem Tag hatte ich einen (für mich) frühen Termin, war bereits am Prenzelberg und hatte im Anschluss frei. Daher beschloss ich einen kleinen Ausflug zu machen. Vor vielen, vielen Jahren war ich einige Male am Müggelsee, damals hatte er mir richtig gut gefallen und ich war sehr gespannt, wie er sich entwickelt hat.

Vom S-Bahnhof Schönhauser Allee braucht man ca. 45 Minuten, zuerst mit der S9 bis Ostkreuz von dort dann weiter mit der S3 Richtung Erkner.

Icke

Der S-Bahnhof Friedrichshagen liegt so, dass selbst ich, als Orientierungschaotin keine Chance hatte mich zu verlaufen. Die Bölschestraße, die zum See führt, beginnt genau am Bahnhof.

Zwischen Bohème und Blätterrauschen – Auf der Bölschestraße zum See

Was ist das für eine Straße? Scheinbar aus der Zeit gefallen, versprüht sie bis heute den Charme des Kaiserreichs. Wunderschöne alte Gebäude, bezaubernde kleine Läden, süße Cafés und einladende Restaurants säumen sie.

Außer ein paar Cornflakes hatte ich noch nichts gefrühstückt. Das Café Hörnchen, dass mir Google empfahl, fand ich erstmal nicht. Stattdessen fiel mir das Dresdner Café wegen der Schlange, die sich davor gebildet hatte auf. Tatsächlich hatte ich Glück, ein kleiner Tisch am Kamin war als einziger frei und der gemütliche Ohrensessel lud zum Verweilen ein.

Da ich richtig Hunger hatte, bestellte ich 2 1/2 Brötchen, einen Kaffee, und ein Mineralwasser. Darüber hinaus – ich konnte nicht widerstehen – dem Rat der Kellnerin folgend, ein Stück Mohnkuchen. Bereut habe ich es nicht, die Brötchen waren gut, aber Kuchen und Kaffee sensationell. So einen leckeren Mohnkuchen habe ich noch nie gegessen. Als es ans Zahlen ging, konnte ich es nicht fassen. Der ganze Spaß hat mich um die 10€ gekostet. Rennt Leute!

Gut gestärkt bummelte ich weiter über die reizende Bölschestraße, bis ich in dem kleinen Park am See war. Mit dem Müggelsee verbinde ich schöne Erinnerungen an meine Zeit im Aufbau Ost. So waren mein damaliger Freund und ich dort mal schwimmen, bei 14° Wassertemperatur. Heute auf Teneriffa, wenn der Atlantik nur 20° hat: zu kalt … jung sein ist halt doch ganz nett.

Ein Hauch von Geschichte auf goldener Fahrt – Müggelsee im Herbst

Auch wenn ich den letzten schönen Spätsommertag erwischt hatte, machte ich lieber eine Bootstour. Von einem kleinen Unternehmen, der Reederei Kutzker wurde eine Rundfahrt bis Köpenick angeboten. Das gefiel mir, das Schiff war klein, Baujahr 1926(!!!), super süß und Personal war sehr nett. Ich habe jede Minute genossen. Bezahlt habe ich auf keinen Fall zuviel (Sorry, ich kann mich nicht erinnern und finde den Preis nirgends).

Zurück an Land, wollte ich eigentlich nochmal einkehren, fand aber nicht das richtige. So sah ich mit den zauberhaften, herbstlichen Park noch etwas genauer an und bummelte dann auf der anderen Straßenseite die Bölschestraße dann wieder zum Bahnhof. Knapp eine Stunde später war ich wieder zuhause.

📌Fortsetzung folgt …

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